Fälle von Geldwäsche durch „Money Muling“ angestiegen

Immer mehr Menschen fallen auf das sogenannte Money Muling rein, bei dem mit ihrer Identität Geld gewaschen wird. Leute würden dabei sprichwörtlich als Esel (engl. mule) benutzt, um das Geld der Täter weiterzutragen, sagte Kriminalhauptkommissar, Heinz Siemes von der Polizei Krefeld am Mittwoch. Betrüger versuchten dabei, Geld zu waschen. Die Opfer werden als Finanzagenten angeheuert, empfangen dann Geld auf ihrem Konto und sollen es dann auf ein anderes überweisen.

03.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Fälle von Geldwäsche durch „Money Muling“ angestiegen

Eine Frau zählt 500-Euro-Geldscheine. Foto: Patrick Seeger/Archivbild

Wichtig bei der Sache ist: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wer auf die Masche reinfällt, sich aber rechtzeitig anzeigt, muss Siemes' Angaben zufolge nicht mit einem Bußgeld rechnen. Wer erst über ein Ermittlungsverfahren ausfindig gemacht wird, dem könnte sogar eine Haftstrafe drohen.

Die Zahlen sind nach Polizeiangaben bundesweit seit Beginn des Jahres sprunghaft angestiegen und schon jetzt auf dem Gesamtlevel von 2018. Aus einer Statistik geht hervor, dass etwa in Krefeld 2017 noch 108 Fälle von Warenkreditbetrug über das Internet angezeigt wurden. Im darauffolgenden Jahr 2018 waren es mit 232 schon mehr als doppelt so viele.

Laut Siemes stehen hinter dieser Masche organisierte Banden mit einem internationalen Netzwerk. Betroffen sind demnach vor allem Studenten. Sie hätten oft finanzielle Probleme und ließen sich deshalb auf die online als Finanzagent ausgeschriebenen Jobangebote ein. Es winkt eine vermeintliche Provision von 5 bis 10 Prozent je Transaktion.

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