Geldstrafe für böse Worte

22.11.2018, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geldstrafe für böse Worte

Wer andere Menschen beleidigt, muss dafür unter Umständen Strafe zahlen. © picture alliance / Jan-Philipp S

Ein Familienvater macht eine Autofahrerin darauf aufmerksam, dass sie allein nicht einen Familienparkplatz nutzen darf. Der folgende Streit wird teuer.

Die Auseinandersetzung um einen Familienparkplatz beschäftigte jetzt nämlich den Strafrichter im Amtsgericht Kamen. Und der verurteilte den Bergkamener, der die Frau beschimpft hat, zu einer Geldstrafe in Höhe von 900 Euro, die er bis Dezember an das Frauenforum des Kreises zahlen muss.

Das war passiert: Im Juni stellte der Angeklagte seinen Wagen mit Frau und Sohn auf einem Familienparkplatz ab, um schnell frische Brötchen vom Bäcker zu holen. Als er zurück zum Auto kam, fiel ihm das benachbarte Fahrzeug auf. Die Fahrerin hatte ebenfalls auf einem Familienplatz geparkt, obwohl sie alleine unterwegs war.

Darüber regte sich der Angeklagte auf und sprach die Frau an. Diese reagierte – aber nicht so wie er gedacht hatte. Sie sagte, er sollte sich mal lieber an die eigene Nase fassen. Anschließend geriet die eigentlich harmlose Situation schnell außer Kontrolle. Die Frau, so der Angeklagte, habe ihn mehrfach als Rabenvater beschimpft. Er war sauer und beleidigte sie heftig. Dafür stand er nun vor Gericht.

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