Gelbe Anakonda gesichtet: Meerbusch sperrt Ausflugssee

Klingt nach Amazonas, ist aber der Latumer See bei Düsseldorf: Eine zwei Meter lange Würgeschlange versetzt die Stadt im Moment in Aufregung. Spezialisten überlegen, wie sie die Gelbe Anakonda am besten einfangen können.

24.08.2018 / Lesedauer: 2 min
Gelbe Anakonda gesichtet: Meerbusch sperrt Ausflugssee

Eine Würgeschlange der Gattung Gelbe Anakonda sitzt auf einem Ast im Latumer See in Meerbusch. Foto:---/Stadt Meerbusch/Archiv

Wegen einer zwei Meter langen Würgeschlange hat die Stadt Meerbusch bei Düsseldorf einen beliebten Ausflugssee gesperrt. Experten hätten die von mehreren Personen gesichtete Schlange anhand von Fotos als Gelbe Anakonda identifiziert, sagte eine Stadtsprecherin am Freitag. Die Schlange sei für Menschen nicht gefährlich, könne aber kleine Tiere wie Katzen oder Hasen erwürgen. Die „Rheinische Post“ hatte zuerst darüber berichtet.

Zuerst hatten Angler die Anakonda am Donnerstag im Latumer See gesehen und die Stadt alarmiert. Auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes entdeckten die etwa zwei Meter lange Schlange dann. Nachdem Experten sie als Gelbe Anakonda identifiziert hatten, sperrte die Stadt den See vorsichtshalber ab und stellte Absperrgitter auf. Auf einem Zettel wurde erklärt: „Zugang zum See gesperrt! Eine Schlange der Gattung „Gelbe Anakonda“ befindet sich im Gewässer bzw. am Uferbereich.“

Experten für Reptilienrettung bei der Feuerwehr im benachbarten Düsseldorf sind in die Suche nach der Schlange eingebunden. „Wahrscheinlich wird man sie nur finden können, wenn sie sich am Ufer oder auf einem Baumstamm aufwärmt“, sagte der Reptilienexperte der Düsseldorfer Feuerwehr, Sebastian Schreiner, der „Rheinischen Post“. „Anakondas sind wechselwarme Tiere. Wenn sie unterkühlen, kommen sie aus ihren Verstecken raus, meisten legen sie sich morgens oder vormittags irgendwo in die Sonne.“

Das Ordnungsamt der Stadt Meerbusch vermutet, dass die Schlange ausgesetzt wurde.

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