Geisterfahrerin in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen

Eine Geisterfahrerin prallt auf der A59 mit einem anderen Auto zusammen. Bestraft werden kann sie dafür nicht.

09.07.2019, 16:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geisterfahrerin in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen

Geisterfahrerin in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen: Urteil im Landgericht Duisburg. Foto: Volker Hartmann/Archivbild

Nach einem Zusammenstoß auf der Autobahn 59 bei Duisburg ist eine Geisterfahrerin am Dienstag in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Die 46-Jährige war am Morgen des 9. März 2018 am Autobahnkreuz Duisburg-Nord auf die Gegenfahrbahn gefahren, um sich umzubringen. Bei dem anschließenden Zusammenstoß waren zwei Insassen eines anderen Fahrzeugs und sie selbst schwer verletzt worden. Auslöser der „Geisterfahrt“ war nach den Feststellungen des Gerichtes eine paranoide Schizophrenie. Im Prozess galt die in Duisburg lebende Griechin deshalb als schuldunfähig. Sie selbst hatte sich im Verfahren auf Erinnerungslücken berufen.

Der 57 Jahre alte Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeugs hatte gerade einen Lkw überholt, als ihm die 46-Jährige mit ihrem Auto entgegenkam. Ein Ausweichen war nicht mehr möglich. Die Verletzungen des 57-Jährigen waren so schwer, dass er bis heute an Krücken gehen muss. Außerdem wurde die Ehefrau des Mannes verletzt. Das Duisburger Schwurgericht wertete die „Geisterfahrt“ als Mordversuch.

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