Geisterfahrer wegen versuchter Morde vor Gericht

Ein offenbar psychisch schwerkranker Mann muss sich von heute an in Krefeld wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Ihm droht die unbefristete Unterbringung in einer Psychiatrie.

11.12.2019, 01:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geisterfahrer wegen versuchter Morde vor Gericht

Blick auf das Land- und Amtsgericht in Krefeld (Nordrhein-Westfalen). Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Ein 26-jähriger Krefelder muss sich von heute an wegen mehrfachen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Er soll im Juni absichtlich versucht haben, als Geisterfahrer Kollisionen mit entgegenkommenden Autos zu provozieren, um sich umzubringen, so die Staatsanwaltschaft.

Damit habe er den Tod unschuldiger Menschen in Kauf genommen. Die Staatsanwaltschaft geht aber davon aus, dass der Mann zur Tatzeit unter Schizophrenie litt und schuldunfähig war. Das Landgericht verhandelt deshalb in einem sogenannten Sicherungsverfahren über die Einweisung des 26-Jährigen in eine geschlossene Psychiatrie. Das Gericht hat vier Verhandlungstage eingeplant.

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