Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gefahr für Hund und Mensch durch Glasscherben an Ruhrwiesen

Gassi gehen

Glasscherben können unter die Haut gehen, musste Hündin Luna erfahren. Mittlerweile ist sie nach ihrer Verletzung wieder auf den Beinen. Andere Hunde hat es schon härter getroffen.

Schwerte

, 07.08.2018
Gefahr für Hund und Mensch durch Glasscherben an Ruhrwiesen

Lunas Pfote geht es wieder besser. Paulitische © Bernd Paulitschke

Caroline Meyn ist vorsichtiger geworden, wenn sie mit ihrer Hündin Luna an den Schwerter Ruhrwiesen Gassi geht. Während des Spaziergangs ist der Vierbeiner plötzlich in eine der vielen herumliegenden Glasscherben getreten.

Die Wunde am hinteren großen Zeh ist drei bis vier Zentimeter lang. Der einjährige Golden Retriever hat eine Blutspur hinter sich her gezogen. Die Hundehalterin hat geistesgegenwärtig reagiert. Als sie es bemerkte, hat sie die Blutung gestoppt und ist ohne zu zögern zum Tierarzt Dr. Wolf in Schwerte gefahren. Er hat den verletzten Zeh nähen müssen, um die Blutung zu stoppen.

Manche Hunde müssen ein Leben lang humpeln

Solche und ähnliche Fälle behandelt der Tierarzt jede Woche etwa zwei Mal. „Manchmal schneiden sich die Hunde auf den Wegen, aber noch häufiger durch herumschwimmende Scherben im Wasser“, so Dr. Stefan Wolf.

Manch ein Hund muss trotz einer OP ein Leben lang humpeln. Für gewöhnlich können solche Umfälle jedoch gut behandelt werden, und es bleiben keine unumkehrbaren Verletzungen. Die Kosten für die Behandlung müssen die Hundehalter aus eigener Tasche zahlen, sofern sie keine Krankenversicherung für das Tier abgeschlossen haben. Caroline Meyn hat eine OP-Versicherung für ihren Hund. Sie ist erleichtert, dass ihre Luna wieder auf den Beinen ist.

Glasscherben sind ärgerlich und gefährlich

Dennoch findet sie die Scherben auf den Wegen ärgerlich und gefährlich, nicht nur für Vierbeiner, sondern auch für Kinder. „Gerade in den Sommermonaten und vor allem an den Wochenenden liegen viele zerstörte Flaschen herum“, so Caroline Meyn. Diese seien nicht mehr nur an den üblichen Stellen rund um Mülleimer und Papierkörbe, sondern inzwischen fast überall.

Schwertes Pressesprecher Carsten Morgentahl versichert, dass die Gehwege regelmäßig gereinigt werden, aber es sei eben schwierig, der Verschmutzer habhaft zu werden. Um mehr Kon-trollen möglich zu machen, habe die Stadt zwei Mitarbeiter für den Kommunalen Ordnungsdienst eingestellt, die neuralgische Punkte verstärkt in den Blick nehmen werden.

Wer Müll auf die Straße wirft, muss zahlen

Wer beim Wegwerfen oder Zurücklassen von Abfall erwischt wird, dem drohen laut Verwarngeldkatalog 35 Euro. „Mir geht es nicht darum, Outdoor-Partys zu verbieten. Es gibt schon genug Verbote. Aber ich finde, dass ein Spaziergang auf den Wegen der Ruhrwiesen nicht mit der alltäglichen Gefahr verbunden sein darf, dass Kinder und Tiere sich verletzen könnten“, so die Hundehalterin.

Um diese Gefahr zu reduzieren, läuft sie an den Ruhrwegen nicht mehr alleine mit ihrem Hund, sondern nur noch in Begleitung. Eine Person läuft jeweils vor und eine hinter dem Vierbeiner, um mögliche Glassplitter rechtzeitig zu entdecken. Ihre Luna hält sie dabei stets an der Leine und lässt sie nur noch im Wald frei laufen. Schöner wäre es natürlich, wenn das nicht nötig wäre, so Caroline Meyn.

Lesen Sie jetzt