Gefängnis für tödlichen Angriff auf schlafenden Cousin

Für den tödlichen Angriff mit einem Jagdmesser auf seinen schlafenden Cousin muss ein 60-Jähriger aus Paderborn wegen Mordes ins Gefängnis. Das Landgericht Paderborn verurteilte den Mann am Freitag zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren und wegen seiner Alkoholsucht zur Unterbringung in einer Entzugsklinik.

20.12.2019, 16:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gefängnis für tödlichen Angriff auf schlafenden Cousin

Über dem Eingang des Landgerichts hängt die Aufschrift „Land- und Amtsgericht Paderborn“. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Der Mann war im Juni 2019 über eine offene Balkontür in das Schlafzimmer der Eheleute seines zehn Jahre jüngeren Cousins eingedrungen. Dessen Frau (47) wurde Zeugin der Tat und schrie laut um Hilfe. Der 17-Jährige Sohn und ein Nachbar überwältigend den Angreifer.

Da der 60-Jährige zum Tatzeitpunkt mit 2,9 Promille betrunken war, stellte das Gericht eine verminderte Schuldfähigkeit fest und rückte von einer bei Mord üblichen lebenslangen Haftstrafe ab. Das Gericht sah - wie die Staatsanwaltschaft - das Mordmerkmal Heimtücke, weil der Angriffsort weil das Opfer schlief.

Der Verteidiger hatte für Totschlag plädiert. Das Motiv für die Tat blieb in dem Verfahren ein Rätsel. In seinem letzten Wort äußerte der 60-Jährige nochmals sein Bedauern über die Tat, die er sich nicht erklären könne.

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