Gefährliche Raupenhärchen bleiben auch im Winter aktiv

Eichenprozessionsspinner

Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners sind weiterhin aktiv. Im nächsten Jahr soll der Schädling in Selm früher bekämpft werden - auch, um Kosten zu sparen.

08.10.2018, 13:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gefährliche Raupenhärchen bleiben auch im Winter aktiv

Der Eichenprozessionsspinner mit seinen feinen Härchen kann gefährlich werden und allergische Reaktionen auslösen. © Malte Bock

Der Eichenprozessionsspinner hatte im Frühjahr seine Nester auch in Selmer Waldgebieten gebaut. Zu früh für die Stadt Selm: „Eigentlich waren präventive Maßnahmen geplant“, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann auf Anfrage. Doch die gefährlichen Härchen der Raupe, die das Eiweißgift Thaumetopoein enthalten, seien wegen der guten Wetterlage schon früher aktiv gewesen als vermutet.

Die Raupen waren früh geschlüpft und dementsprechend weit in ihrer Entwicklung, als Schädlingsbekämpfer im Mai die Bäume absaugten. Nester und Raupen sollten entfernt werden. Doch Herr der Lage zu werden, war in diesem Jahr schwierig, denn der Eichenprozessionsspinner war besonders aktiv, wie Schädlingsbekämpfungsunternehmen bestätigten.

Warnschilder bleiben hängen

„Wir können nicht zu 100 Prozent sicher sein, dass keine Gefahr mehr besteht“, teilt Stadtsprecher Malte Woesmann mit. Deshalb bleiben die Warnschilder, die auf den Eichenprozessionsspinner hinweisen, weiterhin hängen. „Die Härchen bleiben auch im Winter aktiv.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass noch etwas passieren könne, sei zwar gering, die Stadt wolle aber auf Nummer sicher gehen.

Im kommenden Jahr soll dann rechtzeitig etwas gegen den Eichenprozessionsspinner mit seinen gefährlichen Brennhaaren getan werden: „Es wird präventiv Schädlingsbekämpfungsmittel versprüht“, sagt Malte Woesmann,

Teure Beseitigung

Und das verhindert dann hoffentlich nicht nur die Ausbreitung der Raupe, sondern spart im Endeffekt auch Kosten. Denn in diesem Jahr hat die Schädlingsbekämpfung die Stadt Selm bislang circa 14.200 Euro gekostet.

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