Gefährliche Haustiere: Umweltministerin für strenge Regelung

Die flüchtige Giftschlange von Herne sorgt auch in der Politik für neue Diskussionen über die Haltung gefährlicher Haustiere. NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) sagte am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: „Ich persönlich bin gegen die Haltung sehr gefährlicher Tierarten in Wohnungen oder Häusern.“ Ihr Ministerium prüfe gerade „die bestehenden rechtlichen Vorgaben und potenziell weitergehende Regelungen, eventuell auch eine Bundesratsinitiative.“

27.08.2019, 17:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gefährliche Haustiere: Umweltministerin für strenge Regelung

Ursula Heinen-Esser (CDU), Landwirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Guido Kirchner/Archivbild

Heinen-Esser verwies einerseits auf die Gefährlichkeit der Tiere, zudem habe sie „Zweifel, ob die Haltung solcher Tiere in Wohnungen art- und tiergerecht ist.“ Die Ministerin sagte weiter: „Ich bin der Ansicht, dass wir prüfen müssen, für welche besonders gefährlichen Arten eine Haltung untersagt werden kann.“

Laut Umweltministerium gibt es in Nordrhein-Westfalen bisher „keine spezifische Regelung“ zur Haltung giftiger oder exotischer Tiere. Ein von der Vorgänger-Regierung geplantes „Gefahrtier-Gesetz“ war von der rot-grünen Koalition wegen Widerstands aus den Kommunen auf Eis gelegt worden.

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