GdP fordert Offensive gegen kriminell erlangtes Vermögen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert ein offensiveres Vorgehen gegen kriminell erlangtes Vermögen. „Derzeit liegt der Schwerpunkt auf der Terrorbekämpfung. Die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität leidet darunter“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Michael Mertens am Mittwoch in Düsseldorf.

14.11.2018, 14:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
GdP fordert Offensive gegen kriminell erlangtes Vermögen

Eine Person übergibt einem anderen Menschen einen 500-Euro-Schein. Foto: Peter Steffen/Archiv

Die im vergangenen Jahr eingeführten neuen rechtlichen Möglichkeiten der Beweislastumkehr müssten in Nordrhein-Westfalen konsequenter angewendet werden. „Deutschland ist ein Geldwäsche-Paradies“, sagte Mertens.

Die Abschöpfung illegaler Vermögen sei das effektivste Mittel gegen Clans, Rocker, Mafiosi und Wirtschaftskriminelle. „Mit gemeinsamen Razzien von Zoll, Steuerfahndung, Gewerbeaufsicht und Polizei kann man viel erreichen“, so Mertens.

Die Gewerkschaft der Polizei hat an diesem Donnerstag (10 Uhr) Experten zu einem Kongress über Vermögensabschöpfung in Düsseldorf zusammengerufen. Das Vermögen, das die Ermittler im Visier haben sollten, reiche von Luxuskarossen über Immobilien, die Onlinewährung Bitcoin bis zu nicht gezahlten Steuern.

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