Gasometer erhält Titel „Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“

Der Gasometer Oberhausen gilt als markantes Wahrzeichen des Ruhrgebiets und demnächst hochoffiziell auch der Ingenieurbaukunst. Vor 90 Jahren wurde er in Betrieb genommen.

26.08.2019, 17:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gasometer erhält Titel „Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“

Der Gasometer am Rhein-Herne-Kanal. Foto: Matthias Balk/Archivbild

Der Gasometer Oberhausen, einst größter Gasbehälter Europas, gilt demnächst als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“. Diesen Titel wollen die Bundesingenieurkammer und die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen am 6. September verleihen. Der 1988 stillgelegte Gasbehälter war 1994 als Ausstellungshalle wiedereröffnet worden. „Das technische Bauwerk entsprechend umzugestalten war weltweit ein Pilotprojekt und eine Herausforderung“, teilten die Kammern am Montag mit. Bis heute gelte der Gasometer Oberhausen als Symbol für ein bedeutendes Stück Industriegeschichte. Seit 2007 erhielten 25 Bauwerke einen solchen Titel.

Der 117,5 Meter hohe Scheibengasbehälter war am 15. Mai 1929 in Betrieb genommen worden. Das Bauwerk diente als Gasspeicher für die Industrieanlagen der Gutehoffnungshütte und der nahen Kokerei Osterfeld. 1946 brannte er bei Reparaturarbeiten ab, wurde danach aber wieder aufgebaut. 1988 wurde er stillgelegt, aber nicht abgerissen. 1994 begann er sein zweites Leben als Industriedenkmal und Ausstellungshalle. Noch bis zum 27. Oktober läuft die Schau „Der Berg ruft“. Thema ist die Faszination der Berge auf die Menschen. Zum Bau vor 90 Jahren und der Neueröffnung als Industriedenkmal vor 25 Jahren planen die Betreiber am 7. und 8. September ein Festprogramm.

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