Gasexplosion in Emsdetten: Haftbefehl gegen Bewohner

Nach einer Gasexplosion Anfang November in einem Haus im münsterländischen Emsdetten ist gegen einen schwer verletzten Bewohner Haftbefehl erlassen worden. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Münster mit. Der 19-Jährige bleibe wegen seiner Brandverletzungen zunächst in einer Spezialklinik. Er werde überwacht. Sobald sein Zustand es zulässt, soll der Mann in ein Justizvollzugskrankenhaus verlegt werden. Dem Bewohner der Dachgeschosswohnung wird vorgeworfen, am 4. November eine Gasflasche im Haus geöffnet und das entstandene Gas-Luft-Gemisch in Brand gesetzt zu haben.

15.11.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gasexplosion in Emsdetten: Haftbefehl gegen Bewohner

Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel. Foto: Oliver Berg/dpa

Bei der Detonation waren Trümmerteile viele Meter weit geschleudert worden. Ein vorbeifahrendes Auto wurde beschädigt. Teile der Mauern fielen auf Gehweg und Straße. Nur durch Zufall sei niemand zu Schaden gekommen, betonte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in einer Mitteilung. Der Haftbefehl laute daher unter anderem auf versuchten Mord und besonders schwere Brandstiftung „mit versuchter Todesfolge“. Zum Zeitpunkt der Explosion habe sich der 19-Jährige allein in dem Gebäude aufgehalten, sich möglicherweise das Leben nehmen wollen.

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