Gas strömt noch, doch weitere Evakuierte können zurück in ihr Haus

Veränderte Sicherheitslage

Aus dem Bohrloch Im Ort in Nordlünen strömt weiter Gas. Aufgrund aktueller Messungen ist die Sicherheitslage neu eingeschätzt worden. Bewohner des gegenüberliegenden Hauses können zurück.

Nordlünen

26.10.2018, 10:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gas strömt noch, doch weitere Evakuierte können zurück in ihr Haus

Keine Änderung am Freitag: Das Gas aus dem Bohrloch strömt weiter. © Goldstein

Damit sind jetzt noch drei der ehemals zehn Anwohner von der Evakuierung betroffen. Es handelt sich dabei um die direkten Nachbarn zur Linken und zur Rechten des Grundstücks, auf dem die Geothermie-Bohrung durchgeführt wurde. Weil aus einem Geothermie-Bohrloch Methangas austritt, waren am späten Mittwochnachmittag (24. Oktober) Häuser in einem Umkreis von 50 Metern um die Bohrstelle herum evakuiert worden. Die Betroffenen waren bei Verwandten und Bekannten untergekommen.

Situation ist nicht abzuschätzen

Wie lange die Situation noch andauert, ist weiterhin nicht abzuschätzen, teilt die Stadt Lünen mit. Derzeit gibt es keine technische Lösung, um den Gasfluss zu verringern oder zu unterdrücken. Das Gas wird weiter kontrolliert über den knapp sechs Meter hohen Kamin abgeführt, der über dem Bohrloch installiert wurde.

Straße Im Ort bleibt gesperrt

Die Straße Im Ort bleibt entgegen anderslautender Informationen der Stadt vom Donnerstag zunächst gesperrt. Lediglich Anwohner dürfen die Straße zu Fuß nutzen.

Am Mittwoch (24. Oktober) war um 16 Uhr die Feuerwehr zur Straße Im Ort in Nordlünen gerufen worden. Bei Bohrarbeiten nach Erdwärme war die ausführende Bohrfirma auf ein Gasvorkommen in etwa 120 Meter Tiefe gestoßen. Aus dem Bohrloch strömt seitdem Methan.

Enge Zusammenarbeit

Bei der Koordinierung der Situation arbeiten das Bergamt der Bezirksregierung Arnsberg, Mitarbeiter der Bohrfirma, Sachverständige der Deutschen Montan Technologie (DMT), die Feuerwehr Lünen und die Stadt Lünen eng zusammen.

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Aus dem Bohrloch an der Straße Im Ort strömt weiter Gas aus. Mehrere Experten haben sich die Baustelle angesehen. Wie lange das Gas noch strömen wird, wissen sie nicht. Es gibt Hoffnung. Von Martina Niehaus, Günther Goldstein

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