Fußgängerbrücke an Münsterstraße fällt: Das müssen Autofahrer rund um die Vollsperrung beachten

dzStadtentwicklung an Münsterstraße

Nach langer Verzögerung startet am Freitag, 6. Dezember, der Abriss der Fußgängerbrücke über die Münsterstraße. Das bedeutet Beeinträchtigungen für den Auto- und Schienenersatzverkehr.

Werne

, 02.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollte die Brücke schon in 2018 fallen. Nun klappt es so gerade noch in diesem Jahr. Der Abriss der Fußgängerbrücke über die Münsterstraße (einst B54) beginnt nach langen Verzögerungen tatsächlich am Freitagmorgen, 6. Dezember, um 7 Uhr.

Das gaben Tiefbauamtsleiter Adrian Kersting und Projektleiter Gisbert Bensch am Montagmorgen, 2. Dezember, bekannt. Bürgermeister Lothar Christ hatte vor zwei Wochen noch verkündet, dass der Abriss und der Baubeginn des Kreisverkehrs, der hier entstehen soll, noch vor Weihnachten beginnen sollen. Hält er also Wort?

Brücke an Münsterstraße wird an einem Wochenende verschwinden

Wenn alles nach Plan läuft, wird die Brücke innerhalb eines Wochenendes dem Erdboden gleich gemacht. Ist das dann der Auftakt zum Baubeginn des Kreisverkehrs im Zuge des Regionalprojekts „Werne neu verknüpft“, so wie Christ es noch für vor den Feiertagen angekündigt hat? Im Prinzip schon.

„Man wird noch keinen Asphalt verlegen und noch nicht viel vom Kreisverkehr sehen. Aber wir starten gleich nach dem Abriss der Brücke mit den vorbereitenden Arbeiten für den Bau des Kreisverkehrs“, erklärt Bensch. Zunächst einmal gilt es, die Brücke, die viele als „Schandfleck“ bezeichnen, zu entfernen.

Fußgängerbrücke an Münsterstraße fällt: Das müssen Autofahrer rund um die Vollsperrung beachten

Endlich kann es los gehen: Gisbert Bensch (l., Projektleiter) und Adrian Kersting (Tiefbauamtsleiter) verkünden den Start für den Abriss der Fußgängerbrücke über die Münsterstraße. Bereits am Freitagmorgen, 7 Uhr, starten die Arbeiten. Erst am Nachmittag gibt es den offiziellen Spatenstich mit Bürgermeister Lothar Christ. © Andrea Wellerdiek

Umleitungen für Autos, Fahrräder und Fußgänger

Und damit einher gehen einige Beeinträchtigungen. Für die Abrissarbeiten wird die Münsterstraße im Bereich der Brücke komplett gesperrt. Die Vollsperrung gilt von Freitagmorgen, 7 Uhr bis Sonntagabend.

„Es ist sinnvoll, die Brücke am Wochenende abzureißen, um möglichst wenige Einschränkungen im Verkehr zu haben. Wir gehen davon aus, dass wir am Sonntagnachmittag damit fertig sind“, erklärt Gisbert Bensch, Projektleiter.

Der Verkehr wird weiträumig über die Kurt-Schumacher-Straße, Stockumer Straße und Hansaring umgeleitet. Die Burgstraße, direkt an der Fußgängerbrücke, ist aus Richtung Konrad-Adenauer-Platz und Bahnhofstraße kommend freigegeben. Um die Baustelle gilt von Freitag bis Sonntag weiträumig ein Parkverbot an der Münsterstraße.

Firma darf bis in die Nacht arbeiten

Um die Arbeiten an einem Wochenende abzuschließen, habe die ausführende Firma eine Sondergenehmigung bekommen, um am Freitag und Samstag bis Mitternacht sowie am Sonntag arbeiten zu dürfen. Auch Radfahrer und Fußgänger müssen einen Umweg in Kauf nehmen.

Sie werden laut Bensch einmal um das Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg geleitet: Sie werden also auf den Becklohhof geleitet, von dort entlang des Nachtigallenwegs wieder zurück auf die Münsterstraße. Diese Umleitung wird auch nach dem Brückenabriss so bleiben. Die viel befahrene Münsterstraße soll für den Verkehr hingegen spätestens am Montagmorgen, 6 Uhr, wieder freigegeben werden.

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Nachdem die Brücke abgetragen ist, kann es im weiteren Verlauf der umfangreichen Baumaßnahmen nach halbseitigen Sperrungen der Münsterstraße aber später wieder zu einer Vollsperrung kommen, wie Kersting erklärt. Diese wird es wohl geben, wenn der Kreisverkehr asphaltiert wird. Dies bedeutet aber nicht nur eine Umleitung für den Verkehr.

Schienenersatzverkehr der Eurobahn fährt Umleitung

Auch die Busse des Schienenersatzverkehrs (SEV), den die Eurobahn aufgrund der Arbeiten am Bahndamm von Januar bis August 2020 einrichtet, können nicht über die Münsterstraße fahren. Deshalb habe man sich mit den Verantwortlichen der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) auf eine neue Route verständigt. Die Busse des SEV werden vom Bahnhof Werne zum Busbahnhof fahren.

Anstatt dass die Busse dort drehen und über die Münsterstraße nach Lünen fahren, nehmen sie nun die abgeänderte Route über Bült, Am Neutor und Kurt-Schumacher-Straße zurück auf die Münsterstraße. „Das bedeutet eine Verzögerung von einer Minute. Aber das werden die Busse mit den Abfahrten wieder reinholen“, glaubt Gisbert Bensch.

Der Abriss der Fußgängerbrücke bildet den Auftakt für „Werne neu verknüpft“. Das Regionalprojekt sieht eine langfristige und umfangreiche Umgestaltung rund um die Horne vor. Nach dem Brückenabriss beginnen die Arbeiten für den Kreisverkehr, der künftig Becklohhof, Münsterstraße und Burgstraße miteinander verbinden soll. Die Stadt Werne verfolgt mit dem Projekt „Werne neu verknüpft“ das Ziel, den an die westliche Innenstadt grenzenden Raum entlang der Horne und der Münsterstraße besser in die zukünftige Stadtentwicklung einzubinden. Insgesamt sind die Bauvorhaben, ihre Planung und Umsetzung durchschnittlich mit 530.000 Euro jährlich bis 2029 veranschlagt.
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