Fußballtrainer des Sohnes geschlagen: 10 000 Euro Geldstrafe

Nach einer kräftigen Ohrfeige gegen den Fußballtrainer seines zwölfjährigen Sohnes hat das Bonner Amtsgericht den angeklagten Vater zu einer Geldstrafe verurteilt. Wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung muss der Verurteilte 10 000 Euro zahlen, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch erklärte.

30.10.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fußballtrainer des Sohnes geschlagen: 10 000 Euro Geldstrafe

Ein Schiedsrichter zeigt einem Fußballspieler die rote Karte. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archiv

Während eines Fußballspiels zwischen zwei Jugendmannschaften war der 45-Jährige im April 2018 über die Absperrung aufs Spielfeld gesprungen und hatte dem Trainer seines Sohnes einen Schlag versetzt, so dass der 62-Jährige umfiel und ausgewechselt werden musste. Der Vater hatte sich über den Trainer geärgert, weil dieser nach einem Spielfehler seinen Sohn angebrüllt hatte. Als er den Trainer zur Rede stellte, soll dieser ihn beleidigt haben.

Nach dem Schlag soll der Vater dem Vertreter eines Fußballverbandes, der das Geschehen gefilmt hatte, das Handy aus der Hand geschlagen und darauf herumgetrampelt haben. Der Verurteilte räumte die Vorwürfe im Prozess ein. Sein Verteidiger hatte Freispruch gefordert, da der Angeklagte nur notwehrmäßig gehandelt habe.

Gewalt im Amateurfußball, insbesondere Übergriffe auf Schiedsrichter, beschäftigt derzeit nicht nur die Fußball-Verbände, sondern auch die Politik. Darin zeige sich die „Verrohung der Gesellschaft“, sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU).

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