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Fußball-WM und Hitze drücken Blutspende-Bereitschaft

Wegen der Fußball-Weltmeisterschaft und der Hitzewelle der vergangenen Wochen fehlen dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Nordrhein-Westfalen zeitweise bis zu 1000 Blutspenden am Tag. „Die Spenden gehen bei großen Massenereignissen und besonders schönem Wetter spürbar zurück“, sagte Sprecher David Küpper. Dem will das Rote Kreuz mit einer neuen Werbekampagne entgegensteuern.

16.07.2018
Fußball-WM und Hitze drücken Blutspende-Bereitschaft

Ein Blutspendebeutel. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv

An einzelnen Spieltagen der Fußball-WM seien ein Drittel der etwa 3000 täglich in NRW benötigten Blutspenden weniger zusammengekommen, weil die Menschen lieber am Fernseher saßen statt sich anzapfen zu lassen, berichtete der Sprecher. In den Sommerferien, wenn viele verreisten oder ihre Freizeit am Badesee verbrächten, werde sich das Problem erneut verschärfen, hieß es.

Zudem könnten bei bestimmten Blutpräparaten, die beispielsweise für Krebstherapien wichtig sind, keine Vorräte angelegt werden, da Blut nur eine geringe Haltbarkeit habe. Das gelte besonders für Thrombozyten, die nur vier Tage überdauerten.

Mit der Kampagne „#missingtype - erst wenn's fehlt, fällt's auf“ will das Rote Kreuz vor allem junge Leute zur Spende anregen und wählt Wortspiele wie „BLUT(SP)ENDE“, um die aktuelle Knappheit einprägsam darzustellen. Ziel sei es, bis zum Jahresende 100 000 Menschen zur Erstspende zu bewegen. „Wir haben viele treue Spender, die schon älter sind. Die Jungen müssen nachrücken“, so Küpper.

Blutspenden kann jeder gesunde Volljährige. Ausgenommen sind Schwangere und Frauen sechs Monate nach der Geburt oder stillende Mütter. „Es kommen auch immer wieder Leute nüchtern zum Spenden. Die müssen wir zu ihrem eigenen Schutz wegschicken und sie bitten, nach einer Mahlzeit wieder zu kommen“, erläuterte Küpper.

Männer dürfen sechsmal und Frauen viermal innerhalb von zwölf Monaten spenden. Zwischen zwei Terminen müssen mindestens 56 Tage liegen. Besonders gefragt ist laut DRK die Blutgruppe „null negativ“, da sie beispielsweise bei Unfallopfern universell einsetzbar ist.

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