Funkel wird Hoeneß vermissen, Lienen sieht es nüchtern

Trainer-Routinier Friedhelm Funkel (65) vom Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf bedauert den offenbar bevorstehenden Rückzug von Uli Hoeneß (67) als Präsident beim deutschen Meister FC Bayern München. „Ich fand Uli Hoeneß immer sehr, sehr gut. Weil er immer erfolgreich war und auch immer Mensch war“, sagte Funkel am Rande der „Meisterfeier“ des Magazins „11 Freunde“, bei der er als Trainer des Jahres ausgezeichnet wurde.

29.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Funkel wird Hoeneß vermissen, Lienen sieht es nüchtern

Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel schreit und gestikuliert an der Seitenlinie. Foto: Ina Fassbender/Archivbild

Mit Bezug auf Hoeneß' Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung ergänzte Funkel. „Er hat einmal einen Fehler gemacht, dafür hat er gebüßt. Aber ich finde es sehr, sehr schade, wenn er gehen sollte. Denn die Bundesliga ohne Uli Hoeneß ist für mich nicht vorstellbar.“

Ewald Lienen, ebenso alt wie Funkel und nach vielen Jahren als Trainer inzwischen Technischer Direktor beim Zweitligisten FC St. Pauli, sieht die Sache nüchterner. „Ich kann daran nichts Dramatisches erkennen“, sagte Lienen: „Uli ist eine prägende Persönlichkeit der Liga. Aber, wenn er die Idee hat, sich zurückzuziehen, ist das verständlich und sein gutes Recht.“

Andreas Rettig, kaufmännischer Geschäftsleiter bei St. Pauli, erklärte sogar: „Wir müssen davon wegkommen, zu glauben, dass wir alle unersetzlich sind. Der Friedhof ist voll von diesen Menschen. Es hat vor Uli Hoeneß Fußball beim FC Bayern gegeben, und es wird auch danach Fußball beim FC Bayern geben.“ Rettig selbst zieht sich in Kürze vom FC St. Pauli aus privaten Gründen zurück.

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