Fund einer Frauenleiche: Ehemann droht lange Haftstrafe

Zuerst war die Mutter zweier Kinder ein Jahr lang spurlos verschwunden, dann wurde ihre Leiche in einer Garage gefunden. Der Ehemann hat die Tat im Prozess weitestgehend eingestanden.

06.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Fund einer Frauenleiche: Ehemann droht lange Haftstrafe

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archivbild

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Frau spricht das Landgericht Bielefeld heute ein Urteil. Ein 49 Jahre alter Mann aus Bünde im Kreis Herford hat im Prozess weitestgehend eingestanden, für den Tod seiner Ehefrau verantwortlich zu sein. Die Frau (34) war ein Jahr lang spurlos verschwunden, bis ihre stark verweste Leiche in einer Garage gefunden wurde.

Die Anklage glaubte dem Ehemann nicht, dass seine Frau versehentlich wie von ihm behauptet beim Sex starb. Sie fordert wegen Totschlags - Motiv Trennungsangst - elf Jahre Gefängnis. Die Nebenkläger wollen 13 Jahre und die Verteidiger plädieren auf eine Haftstrafe von unter zehn Jahren.

Der Ehemann war bei der Polizei in Verdacht geraten. Die Ermittler glaubten ihm nach Hinweisen der Familie nicht, dass die Mutter von zwei Kindern die Familie plötzlich verlassen hatte. Als dann der 49-Jährige aus der Haft heraus die Garagen-Miete nicht mehr zahlen konnte, öffnete der Besitzer das Objekt und fand eine stark verweste Leiche. Rechtsmediziner entdeckten Spuren eines Gewaltverbrechens.

In seinem Schlusswort entschuldigte sich der Mann bei den minderjährigen Kindern und Angehörigen.

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