Für die Ewigkeit: Römische Limes-Straße gibt es bis heute

Die von den Römern angelegte Limesstraße ist auf dem Abschnitt von Bonn bis Xanten bis heute eine wichtige Verkehrsader - das dokumentiert ein jetzt erschienener Bildband mit Fotos von Volker Döhne. Der Schüler des Kunstfotografen Bernd Becher (1931-2007) fotografierte die Strecke Anfang der 1990er Jahre. Sie bildet heute in längeren Abschnitten die Bundesstraße 9 und verläuft unter anderem quer durch Köln.

01.11.2018, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für die Ewigkeit: Römische Limes-Straße gibt es bis heute

Ein Foto aus dem Bildband „Limes“ des früheren Becher-Schülers Volker Döhne. Foto: Volker Döhne/Greven Stiftung/Archiv

„Für die Straßenbauer waren es goldene Zeiten, denn die Antike kannte keine bürokratischen Hürden“, schreibt der Direktor des Römisch-Germanischen Museums, Marcus Trier, in dem Buch. Es gab keine Planfeststellungsverfahren, keine Umweltverträglichkeitsprüfungen. „Es wurde gebaut, wie es geplant war. Mit Flüssen, Sümpfen oder Bergen machten römische Ingenieure kurzen Prozess.“ Kosten spielten keine Rolle.

Die solide Bauweise führte dazu, dass viele römische Straßen überdauerten. Die niedergermanische Limes-Straße existiert bis heute. Sie führt entlang des alten Bundeskanzleramtes und der Villa Hammerschmidt, vorbei an den Raffinerien von Wesseling, um dann im Zentrum von Köln zur Fußgängerzone zu werden: Es ist dort die Hohe Straße. In Krefeld passiert die alte Achse große antike Gräberfelder, in Moers heißt sie sehr passend „Römerstraße“. Eine zusätzliche Faszination ergibt sich daraus, dass die vor einem Vierteljahrhundert entstandenen Bilder selbst schon wieder ein Stück Geschichte spiegeln.

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