Für Werner Helfer ist der Einsatz am Moor beendet

Helfer beim Moorbrand

Einsatz am Moor beendet: Die letzten sechs Helfer aus dem Ortsverband des Technischen Hilfswerkes (THW) Werne kamen nun aus dem Raum Meppen zurück.

07.10.2018, 18:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für Werner Helfer ist der Einsatz am Moor beendet

Die letzten sechs Helfer vor ihren Fahrzeugen. Im Hintergrund mittig die Hannibal Pumpe mit einer Förderleistung von 5.000 Liter Wasser in der Minute. © Jörg Prochnow

Vom 18. September bis zum Ende des Großeinsatzes waren insgesamt 16 Helfer aus Werne und 2 Helfer des benachbarten Ortsverbandes Kamen-Bergkamen dort im Einsatz. Wochenweise waren in dieser Zeit jeweils acht oder sechs Einsatzkräfte der Fachgruppe Wassergefahren/Pumpen damit beschäftigt, eine über sechs Kilometer lange Wasserförderstrecke von der Ems (als offene Wasserentnahmestelle) bis in das betroffene Moorgebiet nördlich von Meppen zu fördern.

Die Wasserförderstrecke selbst wurde von mehreren THW-Ortsverbänden aus Nordrhein-Westfalen errichtet. Am Ende dieser Wasserförderstrecke wurde das Wasser aus der Ems dann von den Einheiten der Feuerwehr zum Löschen des Moorbrandes genutzt.

Kritik an Bundeswehr

Untergebracht waren die THW-Helfer in einem Schützenheim der Samtgemeinde Lathen. Die Unterbringung sowie die Verpflegung durch die Bundeswehr war nach Auskunft der THW-Helfer aus Werne sehr gut. Weitaus weniger positiv war die Informationspolitik der Bundeswehr, teilt Jörg Prochnow, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit THW-Ortsverband Werne, mit. Bis zum Schluss wussten die THW-Einsatzkräfte nicht, wie lange der Einsatz andauern würde.

Anders war das Verhältnis zur Bevölkerung. Christian Klunke war eine Woche als Kraftfahrer und Unterführer vor Ort. „Die Bevölkerung war sehr offenherzig, nett und hilfsbereit. Häufig wurden wir gefragt, ob wir etwas benötigen. Wir wurden versorgt mit Süßigkeiten und Werkzeug. Ein Freizeitclub machte sogar einmal das Catering für uns in dem Clubhaus, in dem wir untergebracht waren. Wir, die Helfer vom THW Werne möchten uns auf diese Weise bei der Bevölkerung in Lathen für die erfahrene Unterstützung bedanken“, sagt er.

Radioaktive Strahlung?

Spezialisten der Bundeswehr untersuchen derweil die Umgebung nach Spuren von radioaktiver Strahlung und Quecksilber. Auf dem Waffentestgelände könnten laut einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ in der Vergangenheit quecksilberhaltige Sprengkörper beispielsweise der Nationalen Volksarmee der DDR sowie uranhaltige Nato-Munition getestet worden sein.

Das Technische Hilfswerk, das hunderte Helfer im Emsland beim Moorbrand im Einsatz hatte, befürworte die aktuellen Messungen der Bundeswehr und schaue mit großem Interesse auf die Ergebnisse, sagte ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Brand im Moor war am 3. September durch bei großer Trockenheit vorgenommene Raketentests der Bundeswehr ausgelöst worden und ist immer noch nicht vollständig gelöscht.

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