Für Technik und Innovation: Steinmeier vergibt Zukunftspreis

Wer bekommt den Deutschen Zukunftspreis? Es geht nicht nur um Innovationen an sich, sondern auch um Arbeitsplatzeffekte. In der Endrunde ist ein Team aus NRW dabei, das CO2 als Rohstoff nutzt.

27.11.2019, 13:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für Technik und Innovation: Steinmeier vergibt Zukunftspreis

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: David Inderlied/dpa

Es geht um eine der bedeutendsten Ehrungen in der Wissenschaft hierzulande: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vergibt am Mittwoch (18.00 Uhr) in Berlin den Deutschen Zukunftspreis 2019. Drei Gruppen aus Forschern, Entwicklern und Unternehmern sind im Rennen um die mit 250 000 Euro dotierte Auszeichnung - darunter ein Team von Wissenschaftlern und Chemikern aus Nordrhein-Westfalen.

Es hat sich mit der Nutzung des schädlichen Klimagases Kohlendioxid als Rohstoff für Schaumstoffe und Dichtungen beschäftigt. Mit dem Verfahren werde das schädliche Klimagas zu einem Wertstoff. Zugleich würden fossile Rohstoffe ersetzt. Für den Preis zählt die Innovationsleistung der Projekte, es zählen aber auch die Marktfähigkeit und das Arbeitsplatz-Potenzial.

Dem NRW-Team gehören Mitarbeiter des Leverkusener Kunststoffherstellers Covestro sowie Professor Walter Leitner, der an der RWTH Aachen und am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion forscht. Am Standort in Dormagen werden nach Angaben von Covestro die Erkenntnisse bereits mit einer Anlage umgesetzt. In den dort produzierten Schaumstoffkomponenten seien bis zu 20 Prozent der bisher verwendeten fossilen Rohstoffe durch Kohlendioxid ersetzt. Sie kämen bei der Herstellung von Matratzen, Polstermöbel und Unterbelägen von Sportböden zum Einsatz.

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