Führerschein war gefälscht: 51-Jähriger zeigt ungültiges Dokument bei zwei Kontrollen vor

Gerichtsprozess

Mit einem ungültigen Führerschein erwischt zu werden, ist schon nicht clever. Absurd wird es, wenn man ein Jahr später erneut in eine Verkehrskontrolle gerät. Sowas endet dann vor Gericht.

von Jana Peuckert

Lünen

, 14.01.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Führerschein war gefälscht: 51-Jähriger zeigt ungültiges Dokument bei zwei Kontrollen vor

Mit einem gefälschten internationalen Führerschein wollte ein 51-jähriger Mann durch eine Polizeikontrolle kommen. © picture alliance/dpa

Im Juni 2018 war ein Mann mit einem internationalen Führerschein von der Polizei kontrolliert worden. Die Beamten erklärten ihm, dass das Dokument eine Totalfälschung sei und er damit nicht fahren dürfte.

Das hielt den 51-Jährigen jedoch nicht davon ab, sich ein Jahr später erneut ans Steuer zu setzen – nach wie vor mit dem gefälschten Dokument. Auf der Dortmunder Straße in Lünen fand sein Ausflug ein jähes Ende.

Abermals geriet er in eine allgemeine Verkehrskontrolle. Er behauptete, erst seit vier Monaten in Deutschland zu sein und den Führerschein gerade umschreiben zu lassen. Eine Lüge, wie der Vorfall vom Vorjahr zeigte.

Führerschein für 90 Euro im Internet gekauft

Schließlich landete der Mann auf der Anklagebank des Amtsgerichts Lünen. Dort versuchte er, seine Fahrt mit einem Notfall zu rechtfertigen. Da er Sprachprobleme habe, könne er weder einen Krankenwagen noch ein Taxi ordern. Deshalb habe er sich ein Auto zugelegt. „Ich kann sehr gut Auto fahren“, erklärte der Angeklagte. „Dürfen Sie aber nicht“, wurde die Richterin deutlich.

Er habe den Führerschein für 90 Euro im Internet gekauft, sagte der Mann. In seinem letzten Wort bat der bis dato uneinsichtige Mann um Mitleid. „Da ist kein Raum für Mitleid“, erklärte die Vorsitzende und verurteilte den Arbeitslosen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung zu 800 Euro Geldstrafe.

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