Fremdes Kind vor fahrenden Zug gezogen: Urteil erwartet

Ein psychisch kranker Mann steht in Wuppertal vor Gericht. Er soll am Hauptbahnhof mit einem wildfremden kleinen Jungen vor einen Zug gesprungen sein. Vor dem Urteil spricht voraussichtlich noch ein Gutachter.

25.10.2018, 02:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fremdes Kind vor fahrenden Zug gezogen: Urteil erwartet

Die Statue Justitia. Foto: Peter Steffen/Archiv

Nach einem lebensgefährlichen Angriff auf einen fünfjährigen Jungen am Wuppertaler Hauptbahnhof geht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter am Donnerstag voraussichtlich zu Ende. Der 23 Jahre alte, psychisch kranke Mann soll den fremden Fünfjährigen unvermittelt gegriffen haben und mit ihm vor einen Zug gesprungen sein. Wie durch ein Wunder überlebten der Junge und der 23-Jährige nahezu unverletzt. Bei dem Beschuldigten wurde eine Schizophrenie festgestellt. Zum Zeitpunkt der Tat Mitte April dürfte er schuldunfähig gewesen sein. Heute soll vor dem Landgericht noch ein Gutachter zu Wort kommen.

Der Prozess wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft als Sicherungsverfahren durchgeführt. Ziel ist, dass die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet wird.

Am ersten Verhandlungstag hatte der Mann immer wieder von Stimmen gesprochen, die er gehört habe. Er zitterte und wirkte verwirrt. Dem 23-jährigen Inder wird versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Mutter des Jungen hatte am ersten Prozesstag ausgesagt. Sie sprach unter Tränen und musste ihre Aussage vorzeitig beenden.

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