Freiwillige Feuerwehr Werne hat fünf Einsätze in zwölf Stunden

Feuerwehr Werne

Die Freiwillige Feuerwehr Werne wurde am Samstag, 26. Januar, zu fünf Einsätzen in kurzer Zeit gerufen. Bei einem Wohnungsbrand im Thünen wurden drei Personen durch Rauchgase verletzt.

Werne

, 27.01.2019, 18:22 Uhr / Lesedauer: 3 min
Freiwillige Feuerwehr Werne hat fünf Einsätze in zwölf Stunden

In einem Einfamilienhaus im Thünen brach am Samstag ein Feuer in der Küche aus. Die Bewohner, ein älteres Ehepaar, und die Haushaltshilfe konnten sich in Sicherheit bringen. Sie atmeten aber Rauchgase ein. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Ein arbeitsreicher Tag liegt hinter den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Werne. Die Kameraden, die sich ehrenamtlich für das Wohl der Werner engagieren, wurden am Samstag, 26. Januar, innerhalb von zwölf Stunden fünf Mal alarmiert. Bei einem Wohnungsbrand wurden drei Personen leicht verletzt. Ein anderer, recht kurioser Einsatz ging glimpflich aus. Die Einsätze in chronologischer Abfolge:

0.42 Uhr: Der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr wurde kurz nach Mitternacht zu einer vermuteten Gasundichtigkeit in die Bahnhofstraße alarmiert. Ein Anwohner hatte einen ungewohnten Geruch in seiner Wohnung im Bereich der Therme wahrgenommen und somit auf Gas geschlossen.

Bei Erdgas wird vom Versorger ein Odoriermittel (Geruchsmittel) beigefügt, damit es besser wahrnehmbar ist. Beim Eintreffen der ersten Kräfte waren keine Personen mehr im Gebäude. Die Einsatzkräfte richteten einen Sicherheitsbereich ein, der nur mit explosionsgeschützten Geräten betreten werden durfte. Das Gebäude wurde sicherheitshalber mit einem Trupp unter Atemschutz begangen.

Dieser Trupp führte mit einem Gaswarnmessgerät, welches Methangas detektieren kann, Messungen durch. Da keinerlei Feststellung gemacht wurde, konnte der Einsatz kurze Zeit später beendet werden, teilte die Feuerwehr mit. Die Einsatzstelle wurde an den Gasversorger und den Eigentümer übergeben. Im Einsatz waren 16 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Werne. Auch der Rettungsdienst, die Polizei und der Gasversorger waren vor Ort.

01.27 Uhr: Direkt im Anschluss gab es den nächsten Alarm. Da sich die freiwilligen Kräfte noch an der Feuerwache am Konrad-Adenauer-Platz befanden, konnte kurzfristig in Zugstärke ausgerückt werden. Die ebenfalls mit alarmierten Kräfte von der Löschgruppe 2 aus Langern fuhren auch die Einsatzstelle in der Feldmark an.

Gemeldet war eine ausgelöste Brandmeldeanlage in einem Industriebetrieb. Der zuerst eintreffende Einsatzleiter schickte einen Trupp unter schwerem Atemschutz in den betroffenen Bereich des Gebäudes zur Erkundung. Es konnte kein Schadfeuer oder Auslösegrund festgestellt werden.

In einer Produktionshalle hatte vermutlich durch einen Druckabfall in der Sprinkleranlage die Anlage ausgelöst.

Die Brandmeldeanlage wurde zurückgestellt und die defekte Sprinklerschleife deaktiviert. Im Einsatz waren 18 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen, der Rettungsdienst Werne und die Polizei.

06.25 Uhr: Am frühen Samstagmorgen wurde eine hilflose Frau hinter einer Tür in einem Mehrfamilienhaus am Kurt-Schumacher-Platz gemeldet. Die eingetroffenen Einsatzkräfte klingelten und klopften mit dem Rettungsdienst an der recht massiven Wohnungseingangstür.

Auch auf Rufe war keinerlei Reaktion aus dem Inneren der Wohnung wahrnehmbar. Es konnte kein Kontakt zu der Frau hergestellt werden.

Die weitere Erkundung ergab ein Fenster mit halb geschlossener Rollade, welches zu dieser Wohnung im zweiten Obergeschoss gehörte.

Die Drehleiter wurde hinter dem Gebäude in Stellung gebracht, um sich gewaltsam Zutritt durch das Fenster zu verschaffen. Im Anbetracht an einen deutlich höheren Schaden an der massiven Wohnungstür und der weiterhin zu diesem Zeitpunkt unbekannten Situation der Frau in der Wohnung wurde das Fensterglas eingeschlagen.

Während die Glasscheibe eingeschlagen wurde, kam es zur Kontaktaufnahme mit der Frau. Sie konnte daraufhin den Rettungskräften die Wohnungstüre von innen öffnen. „Der Frau ging es gut. Sie wusste nicht, dass die Feuerwehr alarmiert wurde und versucht hatte, in die Wohnung zu gelangen“, erklärt Dr. Bodo Bernsdorf, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr. Die Frau wurde vorsichtshalber an den Rettungsdienst übergeben. Im Einsatz waren zwölf Freiwillige Kräfte mit drei Fahrzeugen.

08.23 Uhr: Zum Beseitigen einer Ölspur wurde die Feuwehr zum Eschenweg gerufen. Vermutlich ein Müllfahrzeug hatte geringe Tropfmengen Öl im rechten Fahrbahnbereich über eine Länge von 800 Metern verloren. Dieses Öl führte auf der nassen Straße zu einer schimmernden Ölspur. Die Ölspur wurde mit Ölbindemittel abgestreut und das verunreinigte Bindemittel im Anschluss wieder aufgenommen.

12.41 Uhr: Zu einem Wohnungsbrand in der Straße Thünen wurde die Feuerwehr gerufen. Als die Rettungskräfte eintrafen, kamen drei Personen aus dem Einfamilienhaus. Sie konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Die Personen atmeten aber Rauchgase ein, sodass Rettungskräfte sie ins Krankenhaus bringen mussten.

Laut Dr. Bodo Bernsdorf handelt es sich um die Bewohner des Hauses, ein älteres Ehepaar, sowie um die Haushaltshilfe.

„Der Brand ist in der Küche entstanden. Zunächst geriet ein Essen auf dem Herd in Brand“, sagt Bernsdorf. Auch die Dunstabzugshaube und einige Möbel fingen Feuer. Die Feuerwehr konnte den Brand mit Pulver schnell löschen.

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