Freilassung von mutmaßlicher Rizin-Bombenbauerin beantragt

Im Prozess um den Bau einer Bombe mit dem hochgiftigen Rizin hat die Verteidigung die Freilassung der Angeklagten beantragt. Die fünffache Mutter sitze seit 16 Monaten in Untersuchungshaft, sagte ihre Verteidigerin am Dienstag in dem Prozess am Düsseldorfer Oberlandesgericht. Die Beweisaufnahme habe bislang keinen ausreichenden Tatverdacht gegen ihre Mandantin zu Tage gefördert. Eine Fortsetzung der U-Haft sei unverhältnismäßig.

05.11.2019, 16:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Freilassung von mutmaßlicher Rizin-Bombenbauerin beantragt

Blick auf den Eingang zum Oberlandesgericht in Düsseldorf. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Der Frau und ihrem Ehemann wird vorgeworfen, einen islamistischen Bombenanschlag geplant zu haben. Der Staatsschutzsenat muss nun über den Antrag entscheiden. Der ebenfalls angeklagte Ehemann hatte in der vergangenen Woche bestritten, in Köln einen Anschlag geplant zu haben.

In dem im Juni begonnenen Verfahren wird dem 30-jährigen Tunesier und seiner 43 Jahre alten deutschen Ehefrau die Vorbereitung eines Anschlags mit einer Biowaffe vorgeworfen. Ihnen drohen jeweils bis zu 15 Jahre Haft. Das Paar hatte laut Bundesanwaltschaft begonnen, hochgiftiges Rizin aus Tausenden Rizinus-Samen zu gewinnen.

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