Frauenchor des Kapuzinerklosters lädt beim Jubiläumskonzert zum Träumen ein

Frauenchor Kapuzinerkloster

Die Mischung aus populären Liedern und gewagten Stücken machte das Konzert des Frauenchors am Kapuzinerkloster zu einem ganz besonderen. Die Besucher des Jubiläumskonzertes quittierten es mit langem Applaus.

08.10.2018, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Frauenchor des Kapuzinerklosters lädt beim Jubiläumskonzert zum Träumen ein

Verträumter Abend: Zum zehnjährigen Bestehen hatte der Frauenchor zum Jubiläumskonzert eingeladen. Der Auftritt stand ganz im Zeichen des Jazz und des Musicals der 30er- bis 60er-Jahre. Und er lud zum Träumen ein. © Simon Ackers

Im Jahr 1939 träumte die 17-jährige Judy Garland in „Der Zauberer von Oz“ von einer bunten und friedlichen Welt, irgendwo hinter dem Regenbogen. Als der Werner Frauenchor am Samstag den Klassiker „Over the Rainbow“ sang, waren es die Besucher der komplett gefüllten Klosterkirche, die ins Träumen gerieten.

Zum zehnjährigen Bestehen gab der Frauenchor am Kapuzinerkloster ihr Jubiläumskonzert. Unter der Leitung von Elmar Sebastian Koch, zeigten die mittlerweile 35 Chorschwestern, wie sich jahrelange Arbeit und Freude an der Musik anhört. Eröffnet wurde das Konzert mit Sinned O’Connors „In This Heart“, zusammen mit Leonard Cohens „Hallelujah“ und „Amazing Grace“, einer der wenigen Standardwerke an diesem Abend. Ansonsten stand das Jubiläum unter dem Zeichen des Jazz und des Musicals der 1930er- bis 1960er-Jahre.

Reise in die Vergangenheit

Mit „Dream a Little Dream of Me“, „My Funny Valentine“, aus dem Broadway-Musical Babes in Arm, oder Marilyn Monroes ikonischem „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“, versetzte der Frauenchor ihre Zuhörer in eine Zeit aus kräftigem Technicolor, eleganten Kleidern und funkelnden Lichtern zurück. Begleitet wurden sie dabei von Erick Paniagua an der Gitarre und dem Bass und Ekaterina Baranova an der Violine. Die beiden spielten insgesamt vier Instrumentalstücke, wobei vor allem ihre Version von „Chega de Saudade“ von Latin-Jazz-Legende Antônio Carlos Jobim zu einem heimlichen Höhepunkt des Abends gehörte.

Zu den gesanglichen Höhepunkten gehörten das durch Bette Midler bekannt gewordene und vom Frauenchor wunderbar vorgetragene „The Rose“. Neben der Ballade aus dem gleichnamigen Film, war es die Chorversion von „Lullaby of Birdland“, eine Hommage an Charlie „Bird“ Parker, einem der Großmeister des Jazzsaxofons, die zu den stärksten Stücken des Abends gehörte.

Sowohl die Auswahl als auch der Vortrag der Lieder war nahezu perfekt. Die Mischung aus gewagten Stücken wie Django Reinhardts „Djangology“ und populären Songs wie Sinatras „Something Stupid“ ging voll auf und wurde mit Standing Ovations vom Publikum bejubelt.

Knistern des Vinyls fehlt

Teilweise fehlte nur noch das Knistern des Vinyls, um in der gemütlichen Atmosphäre der Klosterkirche vollständig in der Nostalgie zu versinken. Angesichts des Jubiläumskonzerts aber braucht es keinen wehmütigen Blick zurück, denn dem Frauenchor wünscht man gleich zehn weitere, erfolgreiche Jahre.

Neue Mitglieder sind übrigens gern gesehen. Der Frauenchor probt jeden Montag ab 20 Uhr im Pfarrheim Sankt Christophorus.

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