Frau als mutmaßliches IS-Mitglied bei Einreise festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat am Flughafen Köln/Bonn eine 46 Jahre alte Frau wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Der Zugriff erfolgte am Mittwoch bei der Einreise am Flughafen aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs (BGH) vom Montag, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Der Deutschen wird vorgeworfen, sich am IS beteiligt und sich ein Haus im Irak angeeignet zu haben.

18.10.2018, 11:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Frau soll spätestens Ende des Jahres 2014 den Entschluss gefasst haben, sich dem IS im Kampf gegen das syrische Regime anzuschließen und am Aufbau eines islamischen Staates nach dem Vorbild der Scharia zu beteiligen. Sie habe im Januar 2015 nach islamischem Recht von Deutschland aus per Videotelefonie ein Mitglied des IS geheiratet. Die Beschuldigte sei zu ihrem Ehemann erst in die Türkei und dann nach Syrien gereist.

Im Juni 2015 sollen beide nach Tal Afar im Irak umgezogen sein, wo sie ein Haus bewohnten, aus dem die rechtmäßigen Bewohner durch den IS vertrieben worden oder vor ihm geflohen waren. Nachdem ihr Ehemann wenig später bei Kämpfen getötet worden war, sei sie merhmals in der Region umgezogen und dann schließlich nach Deutschland gereist, wo sie festgenommen wurde.

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