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Franzi Koch spurtet bei der DM zu Silber

Radsport

Was für ein Wechselbad der Gefühle in den letzten Wochen für Juniorin Franzi Koch vom RSV Unna. Den zwei Siegen in der Bundesliga folgte das vorzeitige Aus bei der Straßen-DM. Bei der Bergmeisterschaft durfte sie jetzt wieder aufs Siegerpodest.

Unna

, 28.06.2018
Franzi Koch spurtet bei der DM zu Silber

Franzi Koch kam bei der deutschen Meisterschaft der Juniorinnen auf den zweiten Platz.Archiv

Nach ihren beiden Siegen in der Rad-Bundesliga, jeweils im Sprint gegen Hannah Ludwig, ging sie als Favoritin in die Straßen-DM in der Nähe von Stuttgart. Bereits in der ersten Runde wurde ihr schwarz vor Augen, der Puls schoss in die Höhe und der Schwindel kam. Sie entschied im Sinne der Gesundheit frühzeitig auszusteigen und auf die Titelverteidigung zu verzichten. Danach begannen die Untersuchungen, bei denen keine Auffälligkeiten festgestellt werden konnten.

„Ich bin dann mit einem mulmigen Gefühl nach Ilsfeld gefahren. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie mein Körper reagieren würde, wenn die Belastung steigt.“ Entsprechend vorsichtig ging sie das Rennen dann auch an. „Als Hannah dann in der zweiten Runde am Berg das Tempo erhöhte bin ich mitgegangen. Mein Körper war belastbar. Damit funktionierte dann auch der Kopf und die Sicherheit kam zurück.“ Beide setzten sich vom Feld ab. Nach vier Runden schloss dann die Frauen-Spitze, unter anderem mit Tatjana Paller, zu den beiden auf und brachten eine weitere U19-Fahrerin mit. „Ich wusste, dass ich in diesem Moment die große Chance hatte, endlich auch bei der Berg-DM eine Medaille oder gar den Titel zu gewinnen.“ Es war die einzige Disziplin, in der sie in der U19 noch keine DM-Medaille gewonnen hatte. Mit den Temperaturen stieg auch die Dramatik im Rennen der U19. Hannah Ludwig versuchte immer wieder am Berg den entscheidenden Vorstoß, konnte sich aber nicht von Franzi Koch lösen. So kam es dann zum Show-down der beiden Topathletinnen, der in allen bisherigen Vergleichen für Franzi ausging. Spät löste sich Franzi aus dem Windschatten von Hannah Ludwig. Während die Ziellinie immer näher kam schloss Franzi mehr und mehr auf. Am Ende ging ihr dann die Strecke aus und Hannah Ludwig gewann. „Ich bin zu spät in den Sprint eingestiegen. Wenn die Strecke einen Meter länger gewesen wäre, hätte es noch gereicht. Ich bin aber dennoch zufrieden und froh, dass der Körper nicht schon wieder gestreikt hat.“