Fotopionier Renger-Patzsch: Revier mit rauchenden Schloten

Zum Auslaufen des Steinkohlebergbaus Ende Dezember widmet das Ruhr Museum dem Ruhrgebietsfotografen Albert Renger-Patzsch (1897-1966) eine große Ausstellung. Rund 300 Schwarz-Weiß-Bilder aus dem industriellen Herzen Deutschlands werden nach Museumsangaben vom 8. Oktober bis zum 3. Februar 2019 in Essen zu sehen sein. Renger-Patzsch stehe „am Anfang der Ruhrgebietsfotografie“, sagte Museumsdirektor Heinrich Theodor Grütter. Die Aufnahmen, die vom Ende der 1920er-Jahre bis in die 1960er hinein entstanden, seien „stilbildend“ gewesen. Renger-Patzsch gilt als Pionier der Neuen Sachlichkeit.

06.10.2018, 14:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fotopionier Renger-Patzsch: Revier mit rauchenden Schloten

Fotografien von Albert Renger-Patzsch aus der Serie "Ruhrgebietslandschaften" hängen im Ruhr Museum an einer Wand. Foto: Marcel Kusch

Im Zentrum der Ausstellung steht das größte freie Foto-Projekt des Künstlers, die „Ruhrgebietslandschaften“. Von 1929 bis 1944 lebte er mit seiner Familie in Essen. Zu sehen sind die für das Revier typischen Übergänge zwischen Zechen, rauchenden Schornsteinen, Schrebergärten, Landstraßen und Hinterhöfen.

Ein Teil der Fotografien war in den vergangenen Jahren bereits in der Münchner Pinakothek der Moderne zu sehen. Für die Ausstellung auf dem Gelände der Zeche Zollverein wurden nach Angaben von Kuratorin Stefanie Grebe weitere Bilder ergänzt. Zusätzlich werden rund 200 Fotos ausgestellt, die die gesamte Bandbreite der Arbeit des Fotografen zeigen.

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