Fortuna Köln: Investor erwägt nach Anfeindungen Konsequenzen

Nach Anfeindungen aus Fan-Kreisen vor den Augen seiner Familie erwägt der Geschäftsführer und Investor von Fußball-Drittligist Fortuna Köln, Michael Schwetje, Konsequenzen. Er überlege nach dem Vorfall, ob er seine Arbeit für den Verein „noch mit dem gleichen Engagement durchführen kann“, sagte Schwetje am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

06.11.2018, 15:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Rande der bitteren 0:7-Heimniederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden habe es am Sonntag persönlich beleidigende Sprechchöre 30 bis 40 Mitgliedern zweier Fangruppierungen gegen ihn gegeben, so Schwetje. Der Geschäftsführer saß mit seiner Frau und seinen Kindern (7 und 9 Jahre) auf der Tribüne.

„Wenn es mir keinen Spaß mehr macht, zu einem Heimspiel der Fortuna zu gehen und ich Angst haben muss, dass meine Familie dabei unglücklich wird, dann ist es Zeit, über Konsequenzen nachzudenken“, hatte Schwetje am Montag auf der Internetseite des Vereins geschrieben. Er müsse nun sehen, ob der Spaß nach einer Zeit zurückkehre, erklärte er einen Tag später. „Der Vorfall tut weh und hinterlässt Wunden.“ Nach Veröffentlichung des offenen Briefes habe er jedoch auch schon viel positiven Zuspruch erhalten.

Auslöser soll der Streit um ein Banner mit der Aufschrift „Gib brauner Energie keine Chance! Im Hambi, in Cottbus, überall!“ sein, dass Fortuna-Fans beim Heimspiel gegen Energie Cottbus am 20. Oktober gezeigt hatten. Der Verein hatte daraufhin ein Hausverbot gegen zwei Anhänger ausgesprochen. Das Transparent sei nicht angemeldet gewesen, so Schwetje. Zudem seien politische Botschaften laut Stadionordnung nicht zulässig.

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