Fortuna-Boss nach „App-Affäre“: „Da kommt nichts nach“

Fortuna Düsseldorfs Vorstandschef Thomas Röttgermann hält die „App-Affäre“ für endgültig beendet. „Da kommt nichts nach“, sagte Röttgermann nach der Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten am Sonntag. Der 59-Jährige hatte sich bei den Fortuna-Mitgliedern für seinen Umgang mit kritischer Berichterstattung in den vergangenen Wochen und Monaten entschuldigt.

18.11.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fortuna-Boss nach „App-Affäre“: „Da kommt nichts nach“

Thomas Röttgermann, Vorstandsvorsitzender des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archiv

„Ich habe viel gelernt und verstanden. Meine Handhabung dieses Themas war Käse. Das wird mir nicht noch einmal passieren“, hatte Röttgermann gesagt und dafür Beifall erhalten. Der Aufsichtsrat hatte Röttgermann zuvor bereits das Vertrauen ausgesprochen.

„Handelsblatt“ und „Spiegel“ hatten in den vergangenen Wochen berichtet, Röttgermann habe auch nach seinem Amtsantritt im April noch an einer Fußball-App gearbeitet und sich dabei auf interne Unterlagen berufen. Einen ehemaligen Geschäftspartner, der auch am Projekt beteiligt war, Felix Welling vom VfL Wolfsburg wollte Röttgermann zudem als Direktor zu Fortuna holen. Davon nahm Röttgermann nun aber Abstand und kündigte dies auf der Mitgliederversammlung an. Zudem hatte der frühere Wolfsburger Geschäftsführer erneut beteuert, seit seinem Amtsantritt bei Fortuna nicht mehr operativ an der App-Entwicklung beteiligt gewesen zu sein.

Da der mögliche Informant aus dem eigenen Verein immer noch nicht ausgemacht sei, bestehe „immer die Gefahr, dass noch etwas passiert. Aber nicht in diesen Fragen“. Röttgermann war lediglich mit 66 Prozent entlastet worden, hatte aber kaum kritische Fragen der Mitglieder zu beantworten. „Ich glaube, die Fans wollen das auch nicht mehr hören“, sagte der Münsterländer.

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