Forderung: Keine Einschränkungen für Wald-Windräder

Die Windenergiebranche und Waldbauern in Nordrhein-Westfalen fordern von der Landesregierung den Verzicht auf Einschränkungen für neue Windräder in Waldgebieten. Das sei nicht nur für die Energieversorgung in NRW wichtig, sondern könne auch den Waldbauern helfen, die finanziellen Folgen von Sturmschäden und Schädlingsbefall zu bewältigen, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Appell mehrerer Verbände aus der Energie- und Forstwirtschaft. Die CDU/FDP-Koalition will mit einer Änderung des Landentwicklungsplans den Bau von Windrädern im Wald einschränken. Der Wirtschaftsausschuss des Landtags berät an diesem Mittwoch über diese Pläne.

04.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Forderung: Keine Einschränkungen für Wald-Windräder

Windräder drehen sich im Windpark Schöneseiffen. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Die Forstwirte stünden nach den schweren Sturmschäden der vergangenen Jahre und der Ausbreitung des Borkenkäfers und anderer Schädlinge unter erheblichen finanziellen Druck, betonen die Verbände. Aktuell habe Holz wegen des enormen Überangebots und des Schädlingsbefalls stark an Wert verloren. Gleichzeitig müssten sie für die Wiederaufforstung hohe Summen aufwenden, die erst in vielen Jahren Gewinne abwerfen würden. Die Nutzung der Windenergie biete deshalb die Möglichkeit, diese betriebswirtschaftlich kritische Zeit zu überbrücken.

In NRW sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums vom März 83 Windräder auf Waldflächen in Betrieb. Elf Windräder sind demnach im Bau, drei weitere genehmigt. Damit wird insgesamt etwa eine Waldfläche von rund 5,5 Hektar für Windräder in Anspruch genommen. Zum Vergleich: Nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz nimmt Wald in NRW rund 935 000 Hektar ein.

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