Flüchtlingszahlen: Integration nimmt eine positive Entwicklung

dzAsylbewerber in Werne

Die Integration von Flüchtlingen in Werne nimmt eine positive Entwicklung. Das zeigen Zahlen, die Sozialberater Markus Niebuhr vorstellte. Deutlich wird, dass die Menschen bleiben möchten.

Werne

, 12.11.2018, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor drei Jahren kamen knapp 330.000 Flüchtlinge nach Nordrhein-Westfalen. Knapp 500 wurden von der Bezirksregierung Arnsberg 2015 nach Werne vermittelt. Sie lebten in verschiedenen Einrichtungen, etwa im Containerdorf im Lindert oder im ehemaligen Jugendzentrum Rapunzel an der Lünener Straße.

Heute, fünf Jahre später, hat sich die Situation längst beruhigt, wie die aktuellen Zahlen zeigen, die Markus Niebuhr, Sozialberater bei der Stadt Werne, im Ausschuss für Soziales, bürgerschaftliches Engagement und öffentliche Ordnung vorstellte. Demnach leben derzeit 240 Flüchtlinge in Werne - mit unterschiedlichem Status. Davon seien 60 Obdachlose. 40 weitere Personen besitzen ein Aufenthaltsrecht, 140 andere befinden sich derzeit in Asylverfahren, so Niebuhr.

Kinder in der Löwenburg, Kita oder Schule

Während 12 Personen aktuell in Übergangswohnheimen leben, konnte die Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge Werne (AGF) 38 Asylbezieher in eigene Wohnungen vermitteln. „Das ist mittlerweile ein Selbstläufer. Die Flüchtlinge wissen, wie sie an Wohnungen kommen“, erzählt Markus Niebuhr. Die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien nutzen überwiegend das Betreuungsangebot in der Löwenburg, einige gehen auch in Kindertagesstätten oder Schulen. Etwa 40 der 19-25-Jährigen befinden sich derzeit in einer Ausbildung. 18 weitere Personen verfügen über ein eigenes Einkommen.

Flüchtlingszahlen: Integration nimmt eine positive Entwicklung

Markus Niebuhr ist in Werne für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig. © Anna Mayr (A)

Die Flüchtlinge, die in Werne leben, möchten auch bleiben, so der Eindruck von Markus Niebuhr. „Die meisten sind um eine Zukunft in Deutschland bemüht.“ Deshalb nutzen viele das Angebot der AGF im B-Treff an der Burgstraße: Deutschkurse, Nachhilfeunterricht oder die Hilfe der Familienhebamme.

Runder Tisch für alle Berater verschiedener Institutionen

Darüber hinaus planen die Verantwortlichen der AGF ein neues Beratungsangebot. Alle sechs Wochen möchten sie die Berater der verschiedenen Institutionen an einen Tisch bringen, damit ein Flüchtling mit seinem Anliegen sich dort gleich an alle Ansprechpartner wenden kann. Das würde auch die eigene Arbeit erleichtern, glaubt Markus Niebuhr, der oft zwischen den Institutionen vermittelt.

Die gute Entwicklung in der Integration von Flüchtlingen stimmt positiv. „2015 hätte ich nicht gedacht, dass wir 2018 solche Zahlen und eine solche Entwicklung nehmen würden. Uns ist es gelungen, die Situation zu beruhigen. In Werne ist eine ganze Menge geschafft“, sagt Verwaltungsdezernent Frank Gründken.

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