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Flammendes Kulturerbe: Osterräderlauf lockt Tausende

Erstmals mit Kulturerbe-Siegel: In Lügde sind am Ostersonntag nach Einbruch der Dunkelheit wieder brennende Osterräder einen Berg hinabgerast. Einer mehrere Jahrhunderte alten Tradition folgend wurden die etwa 1,70 Meter hohen Räder aus schwerem Eichenholz zuvor mit Stroh gestopft und anschließend angezündet. Lichterloh flammend rollten die Osterräder mit hohen Geschwindigkeiten ins Tal des Flusses Emmer. Tausende Schaulustige waren in den Kreis Lippe gekommen und verfolgten das Spektakel. Seit vergangenem Dezember steht der Osterräderlauf von Lügde im bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Die Experten der Unesco würdigen das Brauchtum damit als einen zentralen Beitrag zu Identitätsstiftung der Bewohner der Stadt.

21.04.2019 / Lesedauer: 2 min
Flammendes Kulturerbe: Osterräderlauf lockt Tausende

Ein brennendes Osterrad aus Holz rollt den Osterberg herunter. Foto: Friso Gentsch/Archivbild

Tatsächlich beginnt der Osterbrauch bereits viel früher: Schon der Anbau und die Ernte des notwendigen Roggenstrohs werden in der Stadt zelebriert. Damit die Räder selbst kein Feuer fangen, wurden sie fünf Tage vor dem Osterräderlauf im Fluss gewässert. Mit einem festlichen Umzug wurden sie am Sonntag durch das Städtchen und anschließend auf den Osterberg gebracht.

Angesichts der Schlagzeilen über den Missbrauchsskandal in der Stadt verbinden die Veranstalter mit ihrem Osterbrauch in diesem Jahr auch die Hoffnung auf gute Nachrichten aus Lügde: „Lügde ist und bleibt die Stadt der Osterräder. In diesem Jahr ist das fast schon eine Trotzreaktion, um das Image der Stadt aufzupolieren“, hatte Dieter Stumpe vom organisierenden Dechenverein vor dem Lauf gesagt.

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