Flamingo-Foto gewinnt den Wettbewerb Europäischer Naturfotograf 2018

Beeindruckende Farben

Über 18.000 Fotos aus 35 Ländern sind für den Wettbewerb Europäischer Naturfotograf 2018 eingegangen. Gewonnen hat Cristobal Serrano mit seinem Bild, auf dem Flamingos Farbpunkte sind.

26.10.2018, 19:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Flamingo-Foto gewinnt den Wettbewerb Europäischer Naturfotograf 2018

Das Siegerbild von Cristobal Serrano entstand am schlammigen Ufer des Bogoria-Sees in Kenia. Dort suchen Flamingos nach Nahrung. Während der Trockenzeit liegen Mineralien und Salze aus dem vulkanischen Untergrund frei. Das ergibt ein Farbenspiel. Serrano © Foto Cristobal Serrano

Die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) präsentierte am Freitagabend die Siegerbilder des Wettbewerbs Europäischer Naturfotograf des Jahres 2018. Cristobal Serrano aus Spanien hat den Wettbewerb mit einer Luftaufnahme von Zwergflamingos am Bogoria-See gewonnen.

Insgesamt wurden 18.100 Fotos aus 35 Ländern eingereicht. Eine internationale Jury, in der auch der Lüner Fotograf Klaus Nigge vertreten ist, hat in zehn Kategorien Preise vergeben.

„Rainbow-City“

Gesamtsieger des Wettbewerbs wurde der Spanier Cristobal Serrano mit seinem Bild „Rainbow City“‘. Die Luftaufnahme zeigt Zwergflamingos am Bogoria-See, die dort ihre bevorzugte Nahrung, Cyanobakterien der Gattung Spirulina, aus dem stark alkalischen Wasser filtern. Der See ist durch die hohe Konzentration an Mineralsalzen stark gefärbt.

Die Jury sagt dazu: „Serranos Bild erschließt sich dem Betrachter nicht auf den ersten Blick. Eine Symphonie von Farben zusammen mit der ungewohnten Perspektive macht aus dem spektakulären Bild ein Kunstwerk.“ Jury-Mitglied Sophie Stafford beschreibt es sehr treffend: „Es beruhigt die Seele und regt die Fantasie an.“

Cristobal Serrano liebt künstlerische Ausdrucksformen aller Art. Die Naturfotografie nimmt dabei einen wichtigen Platz in seinem Leben ein. Die Bandbreite seiner Motive reicht von den wildesten und manchmal auch gnadenlosesten Augenblicken, die die Natur zu bieten hat, bis hin zu zartesten und emotional berührendsten Momenten.

Tiefere Aussage

Sophie Stafford: „Die digitale Welt ist überschwemmt mit Fotos. Immer häufiger entstehen Bilder mit dem einzigen Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen – die sie aber kaum länger als einen kurzen Augenblick zu halten vermögen. Ihrer flüchtigen Schönheit fehlen Tiefe und Komplexität, um sich länger mit ihnen auseinanderzusetzen. Wir als Jury versuchten daher, Bilder auszuwählen, die eine tiefere Aussage haben und einer längeren Zeit des Betrachtens und Nachdenkens bedürfen, um ihre Bedeutung jenseits ihrer künstlerischen Intention erfassen zu können. Und wir bevorzugten Bilder, die eine Verbindung zum Betrachter aufbauen oder dazu anregen, sich der Zerbrechlichkeit unserer Umwelt bewusst zu werden.“

Das 26. Festival der Naturfotografen findet am Wochenende 27./28.10. in Theater, Hansesaal und Rundturnhalle statt. Alle Infos gibt‘s unter www.gdtfoto.de.

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