Union Berlin vor Paderborn gewarnt

Der 1. FC Union Berlin lässt sich nicht blenden. Der aktuelle Höhenflug in der Fußball-Bundesliga sei „eine Momentaufnahme“, sagt Trainer Urs Fischer. Am Samstag steht für die Köpenicker schon das nächste Duell gegen einen Mitaufsteiger an.

12.12.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Urs Fischer schüttelte mit dem Kopf. Nein, von einer Favoritenrolle im Spiel gegen Mitaufsteiger SC Paderborn am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wollte der Trainer des 1. FC Union Berlin nichts wissen. Genauso wenig sieht sich der Schweizer auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga trotz vier Siegen aus den vergangenen fünf Spielen auch nur in der Nähe des Ziels. „Für jetzt ist das okay, aber wir dürfen uns nicht ausruhen. Es gibt genügend Argumente, wachsam zu bleiben“, sagte Fischer am Donnerstag: „Das Ziel ist der Ligaerhalt - und geschafft ist es noch nicht.“

Union bleibt bescheiden, dabei ist der Abstand zu den Mitaufsteigern schon beachtlich. Als Zehnter haben die Eisernen bereits 19 Punkte auf dem Konto. Für Paderborn und den 1. FC Köln, den Union am Sonntag 2:0 bezwungen hatte, sind es elf Zähler weniger. Beide Clubs stehen auf den Abstiegsplätzen. „Ich beschäftige mich nicht mit den Unterschieden zu Paderborn und Köln“, sagte der Schweizer Fischer und betonte, sich auch weiter nur auf das eigene Team zu konzentrieren. Die Tabellenkonstellation nannte der Union-Coach „eine Momentaufnahme“ und ergänzte: „Wir haben insgesamt noch 20 Spiele.“

Gleichzeitig lobte der 53-Jährige sein Team. „Wir haben uns alle hier entwickelt. Wenn man Union zu Beginn der Saison im Kopf hat und uns jetzt sieht, merkt man schon, dass wir uns entwickelt haben und gewisse Dinge besser machen“, sagte Fischer und forderte: „Diesen Prozess müssen wir weiterführen und dürfen damit nie aufhören.“

Fischer warnte jedoch vor Paderborn, das am Sonntag mit 1:0 bei Werder Bremen gewann und Fortschritte macht. „Die werden sehr selbstbewusst auftreten. Sie haben ihren Weg und ihren Plan, setzen das konsequent um“, sagte Fischer. Das sei auch beim 3:3 bei Borussia Dortmund zu sehen gewesen, als die Ostwestfalen zur Halbzeit sensationell 3:0 geführt hatten. „Es sind genügend Ansätze für uns da, um das Spiel sehr wachsam zu beginnen“, sagte Fischer.

Personell entspannt sich die Situation vor dem Duell der ehemaligen Zweitligisten. Innenverteidiger Neven Subotic ist ins Teamtraining zurückgekehrt, könnte den Berlinern nach überstandenen muskulären Problemen wieder zur Verfügung stehen und dabei helfen, sich auswärts zu steigern. In der Fremde langte es in sechs Spielen erst zu vier Punkten. Beim FC Augsburg gab es ein 1:1, beim FSV Mainz 05 konnte Union mit 3:2 gewinnen. In der 2. Liga reichte es in der Vorsaison für Union nur zu einem 0:0, in Berlin gewann der SCP 3:1.

Paderborn um Trainer und Ex-Unioner Steffen Baumgart verfolge noch die gleiche Spielidee wie in der 2. Liga. Darauf ist Union vorbereitet. „Sie können eine Wahnsinns-Dynamik in der Vorwärtsbegegnung entwickeln“, sagte Fischer: „Wenn du es zulässt, hat die Mannschaft genügend Qualität, das auch auszunutzen.“ Das will der Coach unbedingt verhindern und sagte: „Wir haben einen Plan.“

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