Fische in zwei Talsperren erhalten Extraportion Sauerstoff

Die Fische in der Hennepetalsperre sollen auch weiterhin gut atmen können. In dem für einige Arten besonders wichtigen Tiefenwasser hat der Sauerstoffgehalt jedoch eine kritische Grenze erreicht. Jetzt soll Technik helfen.

08.10.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit Extra-Sauerstoff will der Ruhrverband einem Fischsterben in der Hennetalsperre bei Meschede (Hochsauerlandkreis) vorbeugen. In den nächsten Tage verlegt der Wasserwirtschaftsverband dazu perforierte Leitungen in dem See. Durch sie werden anschließend pro Stunde 40 bis 50 Kilogramm Sauerstoff in das Talsperrenwasser eingebracht, wie der Ruhrverband am Dienstag mitteilte. An der Ennepetalsperre bei Breckerfeld (Ennepe-Ruhr-Kreis) läuft solch eine Maßnahme bereits seit einer Woche.

Der Ruhrverband wirkt damit einem natürlichen Phänomen entgegen, bei dem sich das Wasser der Talsperre zwischen Frühjahr und Herbst in Schichten aufteilt, die unterschiedliche Mengen Sauerstoff enthalten. In den vergangenen Tagen gab es Hinweise darauf, dass der Sauerstoffgehalt in der bei kälteliebenden Fischen beliebten tiefsten Wasserschicht zu stark abnehmen könnte. Daher werden nun in den kommenden Wochen bis zu 50 Tonnen Sauerstoff in die Hennetalsperre eingeblasen.

„Dass das Tiefenwasser von Talsperren belüftet werden muss, ist nicht außergewöhnlich“, sagte Verbandssprecherin Britta Balt. Dies sei 2018 bei der Möhnetalsperre und auch schon bei der Ennepetalsperre gemacht worden. Ursache für den abnehmenden Sauerstoffgehalt sei vor allem die Sonneneinstrahlung, die sauerstoffzehrende Abbauprozesse in Gang setze.

Die Belüftung wird wieder eingestellt, wenn sich die Schichtung des Wassers etwa durch erhöhte Zuflüsse oder sinkende Außentemperaturen wieder auflöst. Der Ruhrverband betonte, dass die geringen Sauerstoffgehalte keine Auswirkungen auf die Wasserqualität hätten, die weiterhin ausgezeichnet sei.

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