Finanzamt soll Kabarettisten für tot erklärt haben

Der Wuppertaler Kabarettist Jürgen Scheugenpflug (62) ist nach eigenen Angaben von seinem Finanzamt vorübergehend für tot erklärt worden. „Ich hatte mich gewundert, warum eine Rückzahlung so lange auf sich warten ließ und meine Steuerberaterin gebeten, mal nachzuhaken“, sagte Scheugenpflug am Montag auf Anfrage in Wuppertal.

04.03.2019, 14:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Finanzamt soll Kabarettisten für tot erklärt haben

Der Wuppertaler Kabarettist Jürgen Scheugenpflug. Foto: Tacheles Entertainment/Archiv

„Zwei Stunden später hat mich eine Mitarbeiterin des Steuerbüros angerufen und mich gefragt, ob es mir gut gehe. Das Finanzamt habe mich nämlich für tot erklärt.“ Er sei nun ein Fall für das Finanzamt für Nachlasssachen und Erbschaftsangelegenheiten.

„Ich habe Tränen gelacht“, sagte Scheugenpflug. Dem Finanzamt habe er dann eine Mail geschrieben - als Lebenszeichen. Inzwischen habe man ihm sein Geld - kommentarlos und ohne Entschuldigung - überwiesen.

Das Finanzamt und die Oberfinanzdirektion waren am Rosenmontag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der „Westdeutschen Zeitung“, die als erstes über den Vorgang berichtet hatte, hatte das Finanzamt mit Hinweis auf das Steuergeheimnis keine Auskunft erteilt.

Scheugenpflug sagte, nun stehe er in einer Reihe mit Mark Twain und Otto Reutter, die beide ebenfalls vorzeitig für tot erklärt worden waren. Dennoch dementierte er seinen Tod: „Ich kann es nicht leugnen: Mir geht es sehr gut. Außer Karneval habe ich nichts zu beklagen.“

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