Film „Elternschule“: StA ermittelt gegen Kinderklinik

Nach der Filmdoku „Elternschule“ über Therapien in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die Einrichtung aufgenommen. Es gehe um den Verdacht der Misshandlung Schutzbefohlener, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Essen am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Anlass sei die Anzeige eines Arztes gewesen. „Es geht um die Handlungen, die in dem Film gezeigt werden“, erläuterte der Sprecher.

30.10.2018, 12:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der zweistündige Kinofilm dokumentiert die Behandlung von psychosomatisch erkrankten Kindern mit massiven Ess- und Schlafstörungen in der Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“ der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen. Seit seinem Erscheinen im Oktober sorgt „Elternschule“ für kontroverse Debatten über die in Gelsenkirchen angewandten Therapiemethoden.

Nach Ansicht des Deutschen Kinderschutzbundes enthält der Film zahlreiche Szenen, in denen Kinder psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt sind. Die Klinik weist die Vorwürfe zurück. In der Klinik gebe es keine Gewalt. Die klinischen Methoden entsprächen dem aktuellen Forschungsstand und den Standards der medizinischen Wissenschaft, hieß es in einer Stellungnahme.

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