Feuerwerk-Boykott zu Silvester in Werne? Schon 600 haben abgestimmt mit deutlichem Trend

dzSilvester in Werne

„Früher hat’s auch keinen gejuckt“ gegen „sinnloses Ballern“: Die Diskussionen rund um den Sinn und Unsinn von Raketen zu Silvester hält in Werne an - und unsere Abstimmung zeigt einen Trend.

Werne

, 17.12.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir haben unsere Leser nach dem Raketen-Boykott des Werner Hagebaumarkts im Internet gefragt, wie sie zum Böllern an Silvester stehen - und sie haben fleißig abgestimmt. Mehr als 600 Menschen haben innerhalb der ersten anderthalb Tage abgestimmt und kräftig diskutiert.

Der Trend der Abstimmung: Mehr als die Hälfte aller Stimmen (55 Prozent) geht auf das Konto der Raketen-Gegner, während die Befürworter sich zwar lautstark zu Wort melden, in der Abstimmung aber in der Minderheit sind (42 Prozent).

„Alles wird verboten, und aus allem ein Drama gemacht! Es ist halt Silvester!“, schreibt Elke Schmieding, während eine andere Facebook-Nutzerin ihr beipflichtet: „Früher hat’s auch keinen gejuckt.“ Es ist die Tradition, die für das Abfeuern von Raketen zu Silvestern spricht.

Raketen-Befürworter: „Früher hat es keinen interessiert“

„Ich kenne es, seitdem ich denken kann... Jetzt mal im Ernst, früher hat es keinen interessiert, was mit der Umwelt ist“, schreibt auch Jenny Schwittay und fügt hinzu: „Es hat keinen interessiert, was mit den Tieren ist usw. Heutzutage wird da ein Drama raus gemacht.“

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Doch längst nicht alle Teilnehmer der Abstimmung können diesen Argumenten folgen. Für sie gibt es andere Prioritäten als Tradition. „Mittlerweile gibt es mehr stichhaltige Argumente dagegen als dafür“, schreibt Birgit Bauernschmitt.

„Worum geht es denn? Um die schönen Lichter? Ja auch ich mag das. Aber auf den Krach, den Geruch, die Feinstaubbelastung, die zu Tode verängstigten Tiere, die vielen Unfälle und und und kann ich sehr gerne verzichten“, fügt sie hinzu.

User schlagen öffentliche Feuerwerke von Städten und Gemeinden vor

„Wir kaufen keine Knaller. Haben vor vier Jahren gesehen, wie ein Hund in Panik vor ein Auto gerannt ist. Schrecklich“, schreibt Anke Brauer. Doch wie könnte eine Lösung aussehen? Welche Schlüsse kann man aus der Argumentation ziehen?

„Ein Feuerwerk von der Stadt oder den Gemeinden würde auch reichen“, schlägt Anja Maraliflo vor. Das findet auch Holger Conrad und fügt hinzu: „Profifeuerwerke Ok! (...) Frag mal die Notärzte in den Kliniken, die wegen Euch in den Krankenhäusern zu Silvester Dienst schieben müssen.“

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Ein öffentliches Feuerwerk der Stadt Werne gibt es zu Neujahr nicht. Wer also einen Himmel voller farbenfroher Raketen erleben möchte, muss entweder selbst welche zünden oder auf die vielen Raketen-Befürworter setzen.

Als erster Händler in Werne hat der Hagebaumarkt 2019 den Verkauf von Feuerwerkskörpern eingestellt. Viele andere Geschäfte verkaufen diese aber wie gewohnt ab dem 28. Dezember.

Wie stehen Sie zu Böllern an Silvester? Stimmen Sie bei uns im Internet ab.

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