#Einervonuns: Große Anteilnahme am Tod eines Feuerwehrmanns

Auf dem Weg zum Einsatz stürzt ein Feuerwehrmann aus dem fahrenden Einsatzwagen. Wenige Tage später stirbt er an den schweren Verletzungen. Vielerorts wird um den Feuerwehrmann getrauert.

07.08.2019, 10:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
#Einervonuns: Große Anteilnahme am Tod eines Feuerwehrmanns

Ein Drehleiterwagen der Feuerwehr. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Feuerwehrleute trauern um ihren Kameraden: Der Tod eines 54-jährigen Feuerwehrmannes, der in Hagen aus einem fahrenden Einsatzfahrzeug auf die Straße geschleudert worden ist, findet eine große Anteilnahme. „Die Feuerwehr der Stadt Hagen verliert einen langjährigen Mitarbeiter, Kameraden und Freund. Unsere Stadt verliert einen Menschen, der sich tagtäglich für das Leben und Wohl“ der Bürger eingesetzt hat, schreibt die Feuerwehr Hagen auf ihrer Facebook-Seite am Mittwoch. Seit dem Unfall am Freitag hatten die Feuerwehrleute um das Leben ihres schwerstverletzten Kameraden gebangt. Die Nachricht von seinem Tod mache „unfassbar traurig“.

Viele Feuerwehren im Land verliehen ihrer Bestürzung unter dem Hashtag #Einervonuns in den Sozialen Medien Ausdruck. „Leider hat er den Kampf verloren“, hieß es etwa in einem Tweet der Duisburger Feuerwehr. „Mögest du deinen Frieden finden“, hieß es in einem Facebook-Beitrag des Netzwerks Berufsfeuerwehr. Die Feuerwehr des Märkischen Kreises werde als Ausdruck der Verbundenheit zwei Wochen lang mit Trauerflor an den Einsatzfahrzeugen unterwegs sein. Auch die Feuerwehr Paderborn wird in den kommenden Tagen mit Trauerflor fahren, teilte sie mit.

Nach Angaben der Polizei ist der 54-Jährige am Dienstagabend im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Aus bislang ungeklärter Ursache hatte sich am Freitag auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz beim Linksabbiegen auf der rechten Seite des Feuerwehrfahrzeugs eine Tür geöffnet. Der Feuerwehrmann stürzte nach draußen auf die Fahrbahn. Die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls dauerten auch am Mittwoch noch an, sagte ein Sprecher der Polizei.

Auch der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul zeigte sich „zutiefst traurig“. Er sei in Gedanken bei der Familie, den Freunden und den Feuerwehrkameraden des Mannes. „Ich wünsche ihnen vor allem viel Kraft für die kommende Zeit“, zitierte das NRW-Innenministerium den CDU-Politiker via Twitter am Mittwoch.

Laut Innenministerium gab es seit dem Jahr 2010 insgesamt 13 tödliche Unfälle von Feuerwehrleuten während oder als Folge von Einsätzen. Im Vorjahr verstarb ein Feuerwehrmann.

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