Feuerwehrchef warnt: Gefahr durch Böller – statt Party Krankenhaus

Warnung zum Jahreswechsel

Silvester bedeutet für viele Menschen ein Abend mit viel Alkohol und anschließend ein Feuerwerk. Für die Schwerter Feuerwehr bedeutet Silvester Einsätze am laufenden Band.

Schwerte

, 27.12.2018, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Feuerwehrchef warnt: Gefahr durch Böller – statt Party Krankenhaus

Verbotene Feuerwerkskörper und Böller ohne Zulassung sind extrem gefährlich. dpa © picture alliance / Arno Burgi/dp

Böller, Raketen, bunte Lichter und viel Lärm: Das gehörte für die meisten Deutschen jahrelang zu Silvester dazu. Neuste Umfragen zufolge befürwortet die Mehrheit der deutschen Bevölkerung in diesem Jahr aber ein Verbot von privaten Feuerwerken. Auch weil Feuerwerkskörper immer wieder zu Verletzungen und großen Bränden führen.

Strohballen brannten zum Jahreswechsel

Beim Jahreswechsel 2016/2017 brannten große Strohballen in Ergste und beim Jahreswechsel 2017/2018 gab es einen Einsatz in Wandhofen, bei dem die Feuerwehr davon ausgeht, dass er durch Silvesterfeuerwerkskörper entstanden ist. „Klassischerweise fahren wir an Silvester aber vor allem Rettungseinsätze wegen unsachgemäßer Handhabung von Feuerwerkskörpern“, sagt Wilhelm Müller, Leiter der Feuerwehr Schwerte. Das bestätigt auch Ralf Jürgens von der Feuerwehr Schwerte.

Ab 12 Uhr fast jede Minute ein Anruf

„Ab 12 Uhr fahren wir eigentlich ununterbrochen, da kommt fast jede Minute ein Anruf rein“, erzählt er. Häufig seien die Einsätze vermeidbar. Stark alkoholisierte Personen, sollten sich vom Feuerwerk fernhalten, Feuerwerkskörper sollten unter keinen Umständen auf Personen gerichtet werden und Raketen niemals aus der Hand gezündet werden, so Müller weiter. Ansonsten drohen Verletzungen an der Hand oder im schlimmsten Fall sogar Amputationen, weiß Dr. Moritz Upmeyer vom Marienkrankenhaus in Schwerte. Das sei aber eher die Ausnahme sagt Upmeyer: „Die Schwerter sind vorsichtig“.

Nur zertifizierte Ware kaufen

Wer sicher bleiben möchte, sollte nur zertifizierte Ware mit dem Siegel der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) benutzen und niemals Knaller aus dem Ausland kaufen, empfiehlt Müller. Außerdem sollten Feuerwerkskörper immer nur so benutzt werden, wie es in der Gebrauchsanleitung steht. Einen Tipp hat Müller noch: „Man sieht immer wieder, dass Raketen aus Flaschen gezündet werden, die umfallen können. Am besten stellt man die Flasche einfach in eine Getränkekiste – so kann sie nicht versehentlich umfallen und jemanden verletzen“.

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