Feuerwehr verhindert Übergreifen der Flammen von Schuppen auf Wohnhaus

dzFeuer

Warum ein Holzschuppen am Strandweg plötzlich in Flammen steht, weiß am Montagabend gegen 23 Uhr noch niemand. In einem ist sich Feuerwehrchef Isermann aber vor Ort bereits ganz sicher.

Selm

, 27.11.2018, 08:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Thomas Isermann und etwa 60 Feuerwehrmänner von den Löschzügen Selm und Bork am späten Montagabend am Ternscher See eintreffen, brennt der Holzschuppen neben dem Wohnhaus bereits in voller Ausdehnung. Die Flammen züngeln gefährlich nah am Hausdach rechts nebenan. Und auch die Nachbarhäuser der Siedlung Strandweg sind nah: „Für uns hatte es oberste Priorität, zu verhindern, dass das Feuer übergreift“, sagt Isermann gegen 23.20 Uhr. Da qualmt der Schuppen, in dem Holzscheite lagern, immer noch, von der Drehleiter tropft Wasser hinab, und die ersten Ziegelreihen des Dachs des nebenstehenden Einfamilienhauses sind abgenommen. Aber der Plan ist aufgegangen: Das Haus bleibt weitgehend unversehrt.

Gasflaschen im brennenden Schuppen

„Das hätte hier viel schlimmer enden können“, sagt Isermann und zeigt auf etwas Schwarzes, Unförmiges zu seinen Füßen: die Reste einer Gasflasche. „Die ist im Schuppen explodiert noch bevor wir da waren.“

Feuerwehr verhindert Übergreifen der Flammen von Schuppen auf Wohnhaus

Die explodierte Gasflasche © Sylvia vom Hofe

Eine zweite Gasflasche, die ebenfalls bei den Holzscheiten im Holzschuppen stand, hätten Feuerwehrmänner rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Danach galt es, mit allen Kräften, die zum Haus herübergreifenden Flammen abzuhalten. Mit gleich mehreren Löschtrupps bekämpften die Feuerwehrmänner die Flammen. Mit Erfolg. Anschließend wandten sie sich dem Wohnhaus zu. Rußspuren am weißen Putz zeigen, wie groß die Gefahr war. „Wir haben das Dach von oben gekühlt“ - deswegen die Drehleiter mit dem Wasserschlauch. Um sicher zu gehen, dass keine Funken ins Dach gelangt sind, hätten Einsatzkräfte auch einige Ziegel abgenommen, so Isermann - und dann Entwarnung gegeben.

Niemand muss ins Krankenhaus

Notfallsanitäter konnten sich die Löscharbeiten aus der Ferne anschauen. Die Leitstelle der Feuerwehr hatte zwar den Krankenwagen angefordert. Er wurde aber nicht benötigt. „Die Bewohner haben rechtzeitig mitbekommen, was los ist“, so Isermann. Sie konnten sich ins Freie retten.

Was den Brand verursacht hat, untersucht die Polizei noch. Nach ersten Erkenntnissen war aber wohl ein technischer Defekt in einer Zeitschaltung für eine Außenbeleuchtung der Grund, warum es zum Feuer kam, wie Polizeisprecher Thomas Röwekamp auf Anfrage erklärte.

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