Erschwerte Bedingungen bei Brand in ehemaligem Kraftwerk

In einem ehemaligen Steinkohle-Kraftwerk bricht ein Feuer aus. Dass es sich bei dem Gelände längst um eine Industriebrache handelt, stellt die Löschkräfte vor Probleme - weil ihnen unkalkulierbare Gefahren drohen.

10.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Ein Feuer auf dem Gelände eines ehemaligen Steinkohle-Kraftwerks in Porta Westfalica hat die Löschkräfte vor große Herausforderungen gestellt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach ersten Erkenntnissen nicht - die Feuerwehr dagegen musste sich nach dem Einsturz eines Gebäudes zunächst von dem Brandherd zurückziehen, um eine Gefährdung der Einsatzkräfte auszuschließen, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwochabend mitteilte.

Bei dem Großbrand nahe der Grenze Nordrhein-Westfalens zu Niedersachsen bildete sich eine weithin sichtbare Rauchwolke, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwochabend sagte. Die Einsatzkräfte führten demnach auch Schadstoffmessungen in der Luft durch. Ergebnisse lagen zunächst nicht vor.

Wie der Sprecher erklärte, brach der Brand aus ungeklärter Ursache im Bereich der ehemaligen Rauchgasentschwefelungsanlage des Werks aus, mit deren Abbruch eine Abrissfirma den Angaben zufolge erst am selben Tag begonnen hatte. Der Turm dieser Anlage habe bei Eintreffen der Feuerwehr vollständig in Brand gestanden - als die Feuerwehr diesen Brandort besichtigte, sei sie vom Zusammensturz eines daneben liegenden Gebäudes überrascht worden.

„Die Abbruchfirma teilte mit, dass tragende Gebäudeteile bereits entfernt worden seien“, sagte der Sprecher. „Das Gelände liegt voller Trümmerteile, hier gilt es auch, die Einsatzkräfte nicht in Gefahr zu bringen.“ Die Löschkräfte warteten nun auf den Zusammenbruch weiterer Gebäudeteile, erklärte er: „Erst danach werden wir wieder Löschmaßnahmen vornehmen.“

Ein Sprecher der Polizei Minden-Lübbecke hatte zuvor erklärt, dass das frühere Pumpwerk der Anlage in Flammen stehe. Zuvor hatten mehrere Medien über den Brand berichtet.

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