Festgefahrene Bremse hat Rauch an Regionalexpress verursacht

Eine festgefahrene Bremse hat die Rauchentwicklung an einem Regionalexpress am Mittwoch zwischen Aachen und Siegen verursacht. „Die wurde heiß. Der Lokführer hat sie selbst gelöscht“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Donnerstag. „Die Feuerwehr hat sie dann auf 15 bis 20 Grad runtergekühlt.“

29.11.2018, 14:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund 200 Reisende mussten daher am Bahnhof Betzdorf im Kreis Altenkirchen den Zug verlassen. 55 wurden laut dem Polizeisprecher ärztlich betreut, acht davon kamen zur Beobachtung ins Krankenhaus. Die Strecke war rund zwei Stunden gesperrt.

Die Ursache für das Festfahren der Bremse an einem Waggon blieb zunächst unklar. Nach Angaben des Polizeisprechers wird der Vorfall von der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) unter die Lupe genommen. Die Deutsche Bahn ist ohnehin angesichts vieler Probleme bei Technik und Pünktlichkeit in den Fokus von Politik und Medien geraten.

Laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn sollte der betroffene Regionalexpress nach der Rauchentwicklung zu einem Instandhaltungswerk in Aachen fahren, um dort auch von Experten untersucht zu werden. Die Sprecherin betonte: „Die Sicherheit unserer Fahrgäste und Mitarbeiter hat oberste Priorität.“ Züge würden „regelmäßig und ordnungsgemäß“ gewartet.

Erst am 12. Oktober war an der Schnellfahrstrecke Köln - Rhein/Main ein Feuer in einem fahrenden ICE ausgebrochen. Alle gut 500 Menschen an Bord wurden gerettet, fünf erlitten leichte Verletzungen. Das Feuer zerstörte den Zug und beschädigte Gleise. Die Brandursache ist weiter unklar.

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