Fehler beim Videobeweis: Kimmich entgeht Roter Karte

Ein Fehlverhalten beim Videobeweis hat den Münchner Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich nach seinem Foul im Supercup am vergangenen Samstag gegen BVB-Profi Jadon Sancho möglicherweise vor einer Roten Karte bewahrt. „Der Videoassistent hat eine Bewertung der Szene vorgenommen. Eigentlich hätte es so sein müssen, dass er den Schiedsrichter bittet, sich die Szene am Monitor selbst anzuschauen. Das ist nicht erfolgt. Deshalb war die regeltechnische Umsetzung nicht korrekt. Das hätten wir uns anders gewünscht“, sagte Jochen Drees, DFB-Projektleiter für den Bereich Videoassistent, am Montag nach einem Workshop mit den Clubvertretern in Köln.

05.08.2019, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fehler beim Videobeweis: Kimmich entgeht Roter Karte

Bayerns Joshua Kimmich (r) diskutiert nach der Gelben Karte mit Schiedsrichter Daniel Siebert. Foto: Guido Kirchner/Archivbild

Der Münchner Außenverteidiger hatte bei der 0:2-Niederlage seiner Mannschaft dem Engländer Sancho in der 76. Minute auf den Fuß getreten und dafür die Gelbe Karte gesehen. Viele Beobachter werteten diesen Tritt an der Außenlinie jedoch als rotwürdig. Ähnlich sah es Lutz Michael Fröhlich, Sportlicher Leiter der Elite-Schiedsrichter: „Er tritt ihn zwar nicht mit großer Dynamik, aber ungebremst auf den Fuß. Das wird regeltechnisch als ein Feldverweis eingeordnet“, sagte er in Köln.

Drees versprach Besserung und hält wenig davon, den Vorfall zu dramatisieren: „So etwas kann passieren. Aber das ist kein großes Drama. Es stand 2:0 für Dortmund und hatte keinen Einfluss auf die Partie. Aber wir werden diese Szene natürlich aufarbeiten müssen.“

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