Fast 6000 sexuelle Übergriffe während Uber-Fahrten in den USA

Taxi-Alternative

Uber ist ein viel genutztes Transportmittel in den USA. Und offenbar auch ein Gefährliches. Dem Fahrdienst-Vermittler wurden in den vergangenen zwei Jahren fast 6000 sexuelle Übergriffe gemeldet.

Los Angeles

06.12.2019, 11:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fast 6000 sexuelle Übergriffe während Uber-Fahrten in den USA

Die Bronzeskulptur „Fearless Girl“ in New York, während Ubers Börsengang im Mai. © dpa

Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat in den vergangenen zwei Jahren fast 6000 sexuelle Übergriffe gemeldet bekommen. 464 davon seien Vergewaltigungen gewesen, heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten ersten Bericht dieser Art des US-Unternehmens. Außerdem kamen dem Report zufolge im Zeitraum 2017 bis 2018 19 Menschen bei Überfällen ums Leben.

Besonders Frauen Opfer der Gewalt

Uber betont aber, 99,9 Prozent aller Fahrten seien ohne Probleme verlaufen. Nicht zuletzt habe man in den vergangenen zwei Jahren mehr Instrumente geschaffen, um die Sicherheit für Fahrer und Mitfahrer zu erhöhen sowie 44 000 Fahrer abgelehnt.

Opfer der gemeldeten sexuellen Übergriffe waren dem Bericht zufolge meistens weibliche Fahrgäste. 7 Prozent der Opfer seien Fahrer gewesen. Der US-Sender CNN schrieb, Uber habe den Bericht veröffentlicht, nachdem CNN vor mehr als einem Jahr selbst Ermittlungen zu sexuellen Übergriffen und Missbrauch während Fahrten mit dem Mitfahrdienst angestellt hatte.

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Alleine in den USA liefen in den beiden untersuchten Jahren täglich gut drei Millionen Fahrten über Uber, teilte das seit Mai börsennotierte Unternehmen weiter mit. 2019 sei die Zahl auf täglich fast vier Millionen gestiegen.

Seit Jahren krempelt Uber die Transport-Branche um. Weltweit ist der Fahrdienst in gut 700 Städten aktiv, er ist allerdings auch umstritten. Beispielsweise in London hatte Uber zuletzt seine Lizenz verloren, weil die Transportbehörde dem Fahrdienst-Vermittler die Gefährdung von Fahrgästen vorwarf.

RND/dpa

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