Fan-Initiative kritisiert Entscheidung in Causa Tönnies

In Schalker Fankreisen regt sich Widerstand gegen die Entscheidung des Vereins in der Causa Tönnies. „Clemens Tönnies kann so nicht mehr das Gesicht von Schalke sein“, sagte Manfred Beck von der Schalker Fan-Initiative am Mittwoch im Interview mit Radio Emscher-Lippe.

07.08.2019, 15:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fan-Initiative kritisiert Entscheidung in Causa Tönnies

Clemens Tönnies. Foto: Tim Rehbein/Archivbild

Dass Aufsichtsratschef Tönnies nach seinen als rassistisch empfundenen Äußerungen für drei Monate sein Amt beim Fußball-Bundesligisten ruhen lässt, hält Beck für nicht ausreichend. „Ich hoffe, dass das nicht das endgültige Ergebnis ist, sondern dass dies erstmal ein Zwischenergebnis ist. Wir sind enttäuscht darüber, weil wir schon erwarten und es für richtig halten, dass das zu einer endgültigen Lösung wird.“ Beck wollte in Gesprächen mit weiteren Medien nicht ausschließen, dass es „im ersten Heimspiel zu Aktionen der Fans kommt“.

Die Ehrenratssitzung des Revierclubs am Dienstagabend hatte ergeben, dass Tönnies sein Amt nach seinen umstrittenen Aussagen über Afrika für drei Monate ruhen lassen will. Das Gremium kam zu dem Ergebnis, dass der „Vorwurf des Rassismus unbegründet ist“. Vorzuwerfen sei dem Unternehmer „allerdings, gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen zu haben.“

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