Familienstreit: Selmerin (43) soll von Tochter und Freund brutal attackiert worden sein

dzGerichtsprozess

Eine Selmerin (23) und ihr Freund (25) sollen die Mutter der jungen Frau brutal attackiert und getreten haben. Im Prozess um gefährliche Körperverletzung fiel das Urteil nach nur 6 Minuten.

von Sylvia Mönnig

Selm

, 18.01.2020, 20:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Streit sollten eine Selmerin und deren Freund ihre Mutter brutal attackiert haben. Nun befasste sich das Lüner Amtsgericht mit dem Fall. Das Verfahren nahm jedoch ein schnelles Ende.

Am 29. Mai 2019, so der ursprüngliche Vorwurf, sollten die 23-Jährige aus Selm und ihr Freund (25) gewaltsam in die Wohnung der Mutter eingedrungen sein. Er sollte die 43-Jährige geschlagen und die Tochter dann auf die am Boden liegende Frau eingetreten haben.

Kollektives Schweigen bei allen Beteiligten

Wegen gefährlicher Körperverletzung sollte sich das Pärchen nun in Lünen verantworten. Die jungen Leute auf der Anklagebank schwiegen allerdings. Daraufhin wurde die Mutter der jungen Selmerin in den Zeugenstand gerufen. Als Angehörige machte sie von ihrem Recht, die Aussage zu verweigern, aber ebenfalls Gebrauch. Eine richterliche Vernehmung des mutmaßlichen Opfers lag nicht vor und die Aussage der 43-jährigen Selmerin bei der Polizei konnte unten den Umständen nicht verwertet werden. Und damit gab es keine Beweismittel gegen die Angeklagten.

So wurden die nach exakt sechs Minuten Verhandlung freigesprochen. „Ich weiß nicht, ob Sie sich verständigt haben, wie Sie sich verständigt haben. Ich hoffe nur, dass es keinen Streit mehr gibt“, so die abschließenden Worte der Richterin.

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