Falscher Pannenhelfer stahl 200 000 Euro: Zwei Jahre Haft

Wegen eines raffinierten Diebstahls als vermeintlicher Pannenhelfer ist ein 60-Jähriger in Düsseldorf zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Eine Amtsrichterin zeigte sich am Montag in Düsseldorf überzeugt, dass der Mann einem Rentnerpaar aus dem Ruhrgebiet in der Landeshauptstadt Gold und Bargeld im Wert von knapp 200 000 Euro aus dem Auto gestohlen hatte.

16.12.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Falscher Pannenhelfer stahl 200 000 Euro: Zwei Jahre Haft

Eine Statue der Justita hält eine Waage in der Hand. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Er habe das Paar in der Düsseldorfer Stadtsparkasse bei der Auflösung ihres Kontos beobachtet. In der Tiefgarage der Bank habe er dann mit einem Komplizen einen Vorderreifen am Auto der Rentner präpariert.

Der 71-Jährige Senior und seine Frau fuhren los. Der 60-Jährige und sein Komplize waren als Helfer zur Stelle, als der Reifen einige Straßen weiter platzte. Während der Reparatur stahlen sie die Tasche mit Gold und Geld und verschwanden.

Das Gericht ging deutlich über die von der Staatsanwältin beantragte 18-monatige Bewährungsstrafe hinaus. „Es war eine besonders rücksichtslose Tat“, sagte die Richterin. Der 60-Jährige habe das erhebliche Risiko eines geplatzten Reifens billigend in Kauf genommen.

Zudem sei er „europaweit unter den verschiedensten Alias-Namen bekannt“, so die Richterin. Sein Komplize, ein 43-Jähriger, war bereits Ende März wegen besonders schweren Diebstahls zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Verteidiger des 60-Jährigen hatte Freispruch beantragt und kündigte an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

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